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Teilereinigung CO2-Schneestrahlreinigung macht komplexe Teile blitzsauber

| Redakteur: Anne Richter

Rückstände aus der Fertigung stellen beim Einsatz zahlreicher medizintechnischer Produkte ein Risiko dar. Die Endreinigung nach der Herstellung gewinnt daher zunehmend an Bedeutung. Mit der CO2-Schneestrahlreinigung lässt sich auch bei Produkten mit sehr komplexen Geometrien eine hohe Sauberkeit erzielen. Dies hat eine beim Naturwissenschaftlichen und Medizinischen Institut (NMI) an der Universität Tübingen durchgeführte Untersuchung zum Einsatz innovativer Reinigungsverfahren belegt.

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Eines seiner Kernelemente des Schneestrahlreinigungssystems ist eine Überschall-Zweistoffringdüse. Das flüssige Kohlendioxid wird durch die Düse geleitet und entspannt beim Austritt zu einem Schnee/Gas-Gemisch.
Eines seiner Kernelemente des Schneestrahlreinigungssystems ist eine Überschall-Zweistoffringdüse. Das flüssige Kohlendioxid wird durch die Düse geleitet und entspannt beim Austritt zu einem Schnee/Gas-Gemisch.
(Bild: ACP)

Ob Instrumente, Implantate, OP-Bestecke für minimalinvasive und klassische chirurgische Eingriffe – die Entfernung der Verunreinigungen aus der Teilefertigung wie Bearbeitungsmedien, Trennmittel, Partikel und Grate hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Bei der Endreinigung ist einerseits eine hohe partikuläre und filmische Sauberkeit sowie biologische Verträglichkeit zu erzielen. Andererseits dürfen weder die Oberflächen noch Eigenschaften der Produkte durch den Reinigungsprozess beeinträchtigt werden.

Insbesondere bei Teilen mit komplexen Geometrien und schwierigen Konturen wie beispielsweise Sacklochbohrungen und Hinterschneidungen stösst die klassische nasschemische Endreinigung mit wässrigen Medien häufig an Grenzen. Dies liegt meist an einer nicht ausreichenden Bespülung der Werkstoffoberflächen in diesen Bereichen. Daraus resultiert einerseits eine ungenügende Reinigung der Oberflächen, andererseits wird der Abtransport der abgereinigten Kontaminationen erschwert. Ein weiterer Aspekt ist, dass nach der Reinigung noch weitere Prozessschritte wie beispielsweise eine Beschichtung erfolgen. Dies führt zu einem Bedarf an innovativen Reinigungsverfahren, die wie die CO2-Schneestrahlreinigung der ACP – Advanced Clean Production GmbH, eine Verbesserung der Reinigungsqualität ermöglichen.

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Untersuchung zur Validierung des Reinigungsverfahrens

Das Naturwissenschaftliche und Medizinische Institut (NMI) an der Universität Tübingen führte im Rahmen eines Verbundprojektes Untersuchungen zur Anwendbarkeit, Leistung und Tauglichkeit innovativer Reinigungsverfahren wie der Plasma- und der CO2-Schneestrahlreinigung durch. Darüber hinaus wurde vor dem Hintergrund einer möglichen Integration dieser Reinigungstechnologien in einen bestehenden Reinigungsprozess ein validierbares nasschemisches Verfahren für die Medizintechnik vorgestellt. Die Projektteilnehmer kamen aus den Bereichen Medizinprodukte und Reinigungsverfahren, unter anderem die ACP.

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