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Datenbasierter Kredit richtet sich nach Maschinennutzung

| Redakteur: Melanie Krauß

Die Commerzbank stellt eine neue Pay-per-Use-Kreditlösung vor. Die Tilgungshöhe des Kredits richtet sich dabei nach dem Nutzungsgrad der Maschine und soll so die Liquidität der Unternehmen schonen.

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(Bild: gemeinfrei (Pixabay, Tama66) / CC0)

Die Commerzbank hat eine datenbasierte Kreditlösung entwickelt. Der „Pay-per-Use-Kredit“ ist im Kern ein Investitionskredit, der sich in seiner Rückführung an der Maschinennutzung orientiert. Die jeweilige Tilgungshöhe errechnet sich nach der tatsächlichen Auslastung des Investitionsgutes und soll so die Liquidität des Nutzers schonen. Bei geringerer Auslastung der Maschine ist die Tilgungsbelastung ebenfalls gering, während beim Anstieg der Produktion – und damit steigenden Umsätzen – die Tilgungsrate des Pay-per-Use-Kredits gleichfalls steigt.

Den Prototyp dieses neuen digitalen Kreditmodells hat die Commerzbank gemeinsam mit dem Werkzeugmaschinen-Hersteller Emag GmbH & Co. KG in Salach (Baden-Württemberg) aufgesetzt. Die Vernetzung der Werkzeugmaschinen von Emag ermöglicht laut Hersteller einen detaillierten Einblick in deren Nutzungsablauf – und dadurch die Errechnung der Tilgungsrate für den Kredit. Die KMB Technologie Gesellschaft für rationelle Fertigung mbH mit Sitz in Sachsen-Anhalt setzt diese Maschinen im Automotive- Sektor für die Teileproduktion ein. Der branchentypische Produktionsverlauf spiegelt sich laut Emag sehr gut im entstehenden Tilgungsverlauf der Maschineninvestition wider.

Für Dr. Achim Feinauer, COO der Emag GmbH & Co KG, stellt der Pay-per-Use-Kredit eines der wenigen Features von Industrie 4.0 dar, die es von der Theorie in die Praxis geschafft haben. „Auf dem Weg zur vernetzten Produktion müssen viele, oft mentale Hürden überwunden werden. Pay-per-Use ist geprägt durch eine direkte Verbindung von Nutzung, das heißt Umsatz und Ertrag, zu den Kosten der Investition. Die Vorteile sind quasi tagesaktuell im Liquiditätsbedarf spürbar und sind ein Anreiz, Industrie 4.0 im praktischen Produktionsalltag real umzusetzen.“

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