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Techpilot-Umfrage

Der Einkauf bleibt das hässliche Entlein

| Redakteur: Jürgen Schreier

Frank Sattler, Geschäftsführer von Techpilot: „Wir haben uns einerseits natürlich über die hohe Beteiligung gefreut. Offenbar haben wir mit dieser Umfrage einen Nerv getroffen. Andererseits waren wir schon überrascht über die zu geringe Anerkennung, die der Einkauf trotz seines wichtigen Beitrags zum Unternehmenserfolg und zur Sicherstellung der Supply Chain genießt.“
Frank Sattler, Geschäftsführer von Techpilot: „Wir haben uns einerseits natürlich über die hohe Beteiligung gefreut. Offenbar haben wir mit dieser Umfrage einen Nerv getroffen. Andererseits waren wir schon überrascht über die zu geringe Anerkennung, die der Einkauf trotz seines wichtigen Beitrags zum Unternehmenserfolg und zur Sicherstellung der Supply Chain genießt.“ (Bild: Techpilot)

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Obwohl die strategische Bedeutung des Einkaufs ständig zunimmt, scheint die Gleichstellung des Einkaufs mit anderen Unternehmensbereichen nicht voranzukommen. Das belegt eine repräsentative Umfrage unter allen registrierten Einkäufern der Beschaffungsplattform Techpilot

Obwohl die strategische Bedeutung des Einkaufs ständig zunimmt, scheint die Gleichstellung des Einkaufs mit anderen Unternehmensbereichen nicht voranzukommen. Gerade in Betrieben, die viele Teile und Komponenten zukaufen, könnten Einsparungen im Einkauf einen unmittelbar positiven Einfluss auf das Geschäftsergebnis haben. Techpilot, Marktplatz für Zeichnungsteile, hat sich daher vorgenommen, ein aktuelles Bild der Situation des Einkaufs in den Unternehmen der technischen Industrie zu ermitteln.

15,5 % der Befragten beschaffen weniger als 20 % des Gesamtumsatzes.

Techpilot hat im März 2015 erstmals eine große, repräsentative Umfrage unter allen registrierten Einkäufern der Plattform gestartet. Es sollte geklärt werden, ob der Stellenwert des Einkaufs dem hohen Wertbeitrag dieses Unternehmensbereichs entspricht.

Beteiligt haben sich 204 Unternehmen mit 2 bis über 10.000 Mitarbeitern, wobei mehr als die Hälfte zwischen 100 und 1.000 Mitarbeiter beschäftigt. Teilgenommen haben leitende Funktionen, darunter 40,7 % Einkaufsleiter, 5,2 % Gruppenleiter und darüber hinaus Strategische Einkäufer (23,7 %) und Technische Einkäufer (20,6 %). Sie verfügen über langjährige Erfahrung im Technischen Einkauf und sind in diesem Bereich im Schnitt 13 Jahre tätig.

Der Anteil der Einkaufskosten liegt bezogen auf den Gesamtumsatz bei durchschnittlich 43 %. 5,4 % der befragten Einkaufsabteilungen beschaffen mindestens 80 % vom Gesamtumsatz, 15,5 % weniger als 20 %.

Die Einkaufsvolumina der befragten Unternehmen repräsentieren die gesamte Bandbreite, von weniger als 10 Mio. Euro (42 %) über 10 bis 50 Mio. Euro (38 %) bis über 50 Mio. Euro (19,9 %). 9,1 % erreichen ein Volumen von über 100 Mio. Euro. Der Anteil der Zeichnungsteile am Einkaufsvolumen ist naturgemäß niedriger. 38,5 % der Unternehmen beschaffen Zeichnungsteile im Gesamtwert von weniger als 1 Mio. Euro. 22,3 % geben zwischen 1 und 5 Mio. Euro für Zeichnungsteile aus. Mehr als 5 Mio. Euro Einkaufsvolumen verzeichnen knapp 40 % der Unternehmen.

Qualifikation ist kein Garant für einen höheren Stellenwert

Der Anteil der Hochschulabsolventen unter den Beschäftigten im Einkauf variiert stark. Bei 35,4 % der Unternehmen liegt er unter 5 %, bei 18,5 % der Unternehmen bei über 50 %. 47 % der Einkaufs- und Gruppenleiter haben eine Hochschulausbildung.

Einkaufsmitarbeiter mit technischer Qualifikation sind bei über 40 % der Unternehmen nur mit weniger als 20 % vertreten. Bei einem Viertel der Firmen liegt dieser Anteil bei über 50 %.

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