Angst vor Spionage

Deutschland verbietet chinesische 5G-Technik

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USA und Großbritannien haben auch Bedenken

Insbesondere Politiker und Wirtschaftswissenschaftler aus den USA behaupten, Huawei müsse aufgrund der autoritären Machtstrukturen in China für die Staatsführung seine Kunden im Ausland ausspionieren. Beklagt wird auch eine intransparente Unternehmensstruktur. Denn formell gehörten die Mitarbeiteranteile nicht den Beschäftigten selbst, sondern einer Gewerkschaft. Und die werde wie alle Gewerkschaften in China von der Partei kontrolliert. Doch Konkretes konnten die Huawei-Kritiker bisher nicht präsentieren. Und der Konzern sei auch noch nie in der Öffentlichkeit durch Fälle von Spionage oder Sabotage aufgefallen. Die umfangreichsten Erfahrungen liegen aus Großbritannien vor, wo Huawei bereits im Jahr 2020 als Ausrüster ausgeschlossen wurde. Wissings Bedenken sind also nicht von ungefähr, denn im Februar 2024 zeigte ein 5G-Benchmarking, dass Großbritannien im internationalen Vergleich nur noch über ein schwaches 5G-Netz verfügt. Wissing glaubt jedoch, dass es durch den Kompromiss für Deutschland nicht so negativ ausfallen wird, weil die Netzbetreiber genug Zeit für die Anpassung haben.

5G-Alternativen aus Skandinavien können eingesetzt werden

Zum Glück sind Huawei und ZTE auf dem Markt der Radio Access Networks (RAN) nicht die einzigen Anbieter. Denn vor allem Nokia aus Finnland und Ericsson aus Schweden sind in diesem Metier sehr aktiv. Technologisch spielen sie in der gleichen Liga. Die chinesischen Zulieferer sind lediglich häufig preiswerter. Ein Alternativkonzept ist Open RAN, bei dem Komponenten unterschiedlicher Hersteller miteinander kombiniert werden können. Außer den klassischen RAN-Anbietern Huawei, ZTE, Nokia und Ericsson kommen hier sogar neue Player wie Rakuten Symphony (Japan) oder Juniper Networks (USA) mit ins Spiel.

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