Spannmittel

Die Mikro-Nische wird auch für die Spanntechnikhersteller größer

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Spannend im wahrsten Sinn des Wortes wird auch die generelle Marktentwicklung sein. Nachdem immer kleinere Werkstücke zu bearbeiten sind, folgen Werkzeug- und Spannmittelhersteller der Miniaturisierung. Erowa-Produktmanager Meier schließt daraus konsequenterweise: „Vorstellbar sind Kleinstmaschinen, in denen sehr beengte Platzverhältnisse herrschen.“

Zentrisch spannendes System mit acht Backen arbeitet trotz gegenteiliger Erwartung sehr genau

Es hätte sicher eine Menge Entwicklungsaufwand gespart, ließen sich Spannzeuge für die Mikrobearbeitung einfach nur kleiner dimensionieren. Bleibt man bei konventionellen Anforderungen, ist das teilweise auch möglich. Die Bearbeitung von Gold ist nicht nur wegen des Werkstoffpreises etwas anderes. „Die teilweise sehr aggressiven Kühlschmiermittel erfordern eine besondere Ausführung“, erläutert Baur. Deshalb gibt es von Röhm Ausführungen mit chemisch vernickelten Elementen – Ausführungen, die man in der konventionellen Zerspanung nicht braucht.

Neben unterschiedlichen Werkstoffen, die in der Mikro- oder Makro-Spanntechnik eingesetzt werden, ist es vor allem die Bearbeitung der Miniatur-Spannelemente selbst, die eigenes Know-how erfordert. Backenführungen etwa werden in speziellen Verfahren hochgenau geschliffen und eingepasst. „Von der Spanntechnik her gehen wir da schon einen Tick anders heran als bei konventionellen Futtern“, verrät Baur. Etwa indem ein zentrisch spannendes System mit acht Backen entwickelt wurde – eine Lösung, die auf den ersten Blick und mit praktischen Erfahrungen an einem 3-Backen-Futter gar nicht funktionieren kann. Das tut sie aber doch, wie die Praxis zeigt, und das mit hoher Genauigkeit. Schließlich sollen die Eheringe, die mit einem solchen Spannsystem bearbeitet werden, ja auch ein Leben lang halten.

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