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Roboter

Die nächste Generation wird als „Robotic Natives“ heranwachsen

| Redakteur: Rüdiger Kroh

(Bild: Kuka Systems)

Die Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) wird die Fabriken von morgen verändern. Für Henning Borkeloh, Bereichsleiter Advanced Technology Solutions, Kuka Systems GmbH, muss jede Applikation einer individuellen Risikobewertung unterzogen werden, um die Sicherheit für den Menschen zu gewährleisten. Ziel sei es deshalb immer, eine MRK-gerechte Gesamtlösung zu erarbeiten.

Herr Borkeloh, das Thema Sicherheit wird bei der Mensch-Roboter-Kooperation am meisten diskutiert. Wie weit sind Kuka und die Roboterbranche auf dem Weg zur sicheren MRK-Lösung?

Mit schutzzaunlosen Anwendungen sind wir in der Lage, komplett neue Produktionsprozesse in der Fabrik zu schaffen. Gleichzeitig bedeutet dies allerdings auch neue Rahmenbedingungen. Für eine sichere Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) gilt es, immer das Projekt im Ganzen zu betrachten – das hat zur Folge, dass jede Applikation einer individuellen Risikobewertung unterzogen werden muss. Der sichere Roboter ist dabei lediglich eine notwendige Grundlage, es handelt sich jedoch um eine unvollständige Maschine. Aus diesem Grund muss man den Roboter immer in der konkreten Applikation betrachten, das heißt in der Gesamtzelle. Anlagenlayout, Greiftechnik, Sensorik, Werkstück und Prozess sind ausschlaggebend für die jeweilige Sicherheitsbeurteilung.

Mit dem LBR iiwa hat Kuka einen Leichtbauroboter, der ohne Schutzzaum mit dem Menschen zusammenarbeiten kann. Eine weitere wichtige Komponente ist der Greifer. Wie sieht es mit sicheren Greifern aus?

Wie bereits erwähnt, ist eine ganzheitliche Risikobeurteilung der konkreten Applikation Grundvoraussetzung, um eine Sicherheitsgefährdung des Menschen auszuschließen. Der Greifer als einzelne Komponente spielt dabei natürlich ebenfalls eine entscheidende Rolle, denn dieser muss ebenfalls in ein MRK-gerechtes Produktionskonzept passen. So besteht bei einem nicht MRK-fähigen Endeffektor, also beispielsweise einem spitzen Werkzeug, ein Verletzungsrisiko für den Menschen. Unser Ziel ist es deshalb immer, eine MRK-gerechte Gesamtlösung zu erarbeiten. Aktuell entwickelt Kuka einen Baukasten aus Applikationsmodulen sowie eine Systematik und umfassende Datenbank für Komponenten und Peripherie, die sich für die Zusammenarbeit von Mensch und Roboter eignen. Neben eigenen Greiferlösungen sind wir aber auch an Kooperationen mit Greiferanbietern interessiert. Wir zeigen diese Module als Beispiele auf der Motek in Stuttgart.

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