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Während die Unterbodenverkleidungen immer größer wurden, wandelten sie sich vom flachen Design zu komplexen Formen, die eine Vielzahl von Funktionen übernehmen. Zunächst aus Aluminium und Stahl hergestellt, wechselten die deutschen Autohersteller zu Beginn der 90er-Jahre auf Verbundwerkstoffe. „Composites stellten den optimalen Werkstoff für diese Anwendungen dar“, betont Henning. „Ihre vielseitigen Eigenschaften machten diese Werkstoffe geeignet für effiziente Aerodynamik, Geräuschdämpfung, Hitzemanagement, Rostbeständigkeit, hohe Steifigkeit und Schlagfestigkeit, in Leichtbauweise konstruiert.“
Fahrzeugunterböden haben komplexe Geometrien
„Von Unterbodenverkleidungen erwartet man hohe Belastbarkeit, chemische Beständigkeit und hohe Steifigkeit“, sagt Zumhagen. „Und diese Eigenschaften sollen gleichmäßig in einem großflächigen Bauteil verteilt sein, das zudem so leicht wie möglich sein muss.“
Einer der wenigen US-amerikanischen Zulieferer, der seit über zehn Jahren Unterbodenschutzverkleidungen aus Verbundwerkstoffen herstellt, ist Continental Structural Plastics (CSP), Troy/Michigan. Dieser Zulieferer schickt die Teile zu Montagewerken in den USA, die von transnationalen europäischen Autoherstellern betrieben werden. „Der Fahrzeugunterboden hat eine komplexe Geometrie, daher sind dies komplexe Teile, in die eine Menge von Überlegungen einfließt“, erläutert CSP-Vizepräsident Thomas Hillborn.
„Sie müssen Windturbulenzen widerstehen, werden Steinschlägen, Wasser und Hitze ausgesetzt. Das sind Anforderungen, die an Verbundwerkstoffe schon immer gestellt werden. Und bei geringeren Fahrzeugstückzahlen sind die Kosten für Werkzeuge und Formen konkurrenzfähig und niedriger als bei Stahl. Darum waren sie eine natürliche Wahl.“
Werkstoffe: Der Stärkste überlebt
Die ersten Unterbodenverkleidungen, die aus Verbundwerkstoffen hergestellt wurden, wurden aus glasmattenverstärktem Thermoplast (GMT) mit PP-Matrix gepresst. Marktführer in diesem Bereich ist Quadrant Plastic Composites (QPC) in Lenzburg/Schweiz, ein führender Hersteller faserverstärkter Thermoplaste. Kennzeichnend für GMT von Quadrant sind ein niedriges spezifisches Gewicht, hohe Härte, Steifigkeit und Langlebigkeit. In den 90er-Jahren wurden daraus immer größere Verkleidungselemente hergestellt.
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