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Insgesamt werden an den Antrieben zehn Schrauben elektronisch gesteuert angezogen: die beiden Zugankerschrauben (Bild 2), dann vier Schrauben, die Motor und Planetenradgetriebe verbinden, sowie noch einmal vier Schrauben, mit denen der Anschraubflansch montiert wird. Programmiert sind die einzelnen Montageschritte jeweils als Gruppenverschraubung.
Erst wenn alle zwei beziehungsweise vier zusammengehörenden Schrauben ordnungsgemäß angezogen sind, ist die Montage an der entsprechenden Station in Ordnung und leuchtet die Signalampel am Arbeitsplatz grün. Die Getriebe selbst werden bei der Schwesterfirma aus der Gruppe montiert.
Alle Verschraubungsdaten werden direkt ins System eingespeist
Alle Verschraubungsdaten – die eigenen und die des zuliefernden Schwesterunternehmens – werden bei Engel direkt ins System eingespeist. So lässt sich schnell gegensteuern, wenn hier oder dort ein Fehler bemerkt wird. Das kann direkt vom Büro aus erfolgen, denn vom Schreibtisch besteht Zugriff auf alle Stationen.
Durch die Kurvenanalyse der Tools-Net-Software kann man bei Engel nun Rückschlüsse auf die Ursache etwaiger Fehler ziehen. Sollten einem Werker zum Beispiel morgens ungewöhnlich viele N.-i.-O.-Meldungen unterkommen (Bild 3), können alle Meister mit ihrem PC schnell reagieren und die Ursache normalerweise noch am selben Tag beheben.
Power-Focus-Steuerung schaltet automatisch das richtige Programm ein
Die neuen Schraubstationen werden gezielt dort aufgebaut, wo jüngere Mitarbeiter stehen, die sich weiterentwickeln wollen und durch die höherwertige Technik motiviert werden. Fünf Monteure und Gruppenleiter sind bislang auf den Systemen geschult. An den Arbeitsplätzen wird jeweils ein Barcode gescannt (Bild 4), über den die Steuerung des Tensorschraubers den passenden Parametersatz zur Montage erhält: Das sind die Drehmoment- und Drehwinkelwerte, mit denen verschraubt werden muss.
Auch die Seriennummer des Motors und diejenige des Getriebes sind hinterlegt. Die Power-Focus-Steuerung schaltet dann automatisch das richtige Programm ein und die Mitarbeiter können sicher sein, dass alle Voreinstellungen stimmen, wenn sie das Schraubwerkzeug in Betrieb nehmen. In der Regel liegen Drehmomente von 3 bis 7 Nm als Steuergröße vor; der Drehwinkel dient als Kontrollgröße.
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