Aufwärmen hilft!

Vorgewärmte Komponenten sparen beim Schweißen dreifach

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Deshalb ist das richtige t8/5-Zeitfenster wichtig

Bei den Schweißversuchen sollen hochfeste Stahlwerkstoffe untersucht werden, die es in der Praxis ermöglichen, auch dickwandige Bauteile ressourcenschonend mit geringeren Materialstärken zu schweißen. Dabei lege TIME Wert auf die Einhaltung der sogenannten t8/5-Zeit. Das ist die Zeitspanne, die während der Abkühlphase beim Durchlaufen des Temperaturbereiches zwischen 800 und 500 °C vergeht und als kritischer Bereich gilt. Denn während eine zu langsame Abkühlung die Kaltzäheigenschaft beeinträchtigt, verursacht eine zu schnelle Abkühlung unter Umständen Risse im Material. Die t8/5-Zeit sollte, so die Empfehlung der Forscher, beim MAG-Schweißen von Feinkorn-Baustählen als grobe Faustformel zwischen 10 und 25 Sekunden liegen, um Kaltrissen zu vermeiden.

Während beim üblichen Vorwärmen per Flamme das Bauteil großflächig erwärmt wird, erfolgt bei der induktiven Alternative nach dem TIME-Aufbau diese nur räumlich begrenzt, unmittelbar vor dem MAG-Schweißen. So sparen Schweißtechnikanwender Zeit, Energie und Kosten.(Bild:  TIME)
Während beim üblichen Vorwärmen per Flamme das Bauteil großflächig erwärmt wird, erfolgt bei der induktiven Alternative nach dem TIME-Aufbau diese nur räumlich begrenzt, unmittelbar vor dem MAG-Schweißen. So sparen Schweißtechnikanwender Zeit, Energie und Kosten.
(Bild: TIME)

Es gilt, die Abkühlrate passend zu verzögern

Die Herausforderung bestehe nun darin, im entscheidenden Temperaturbereich (also 800 bis +500 °C) die Abkühlrate zu verlangsamen. In der Praxis ist dieser Temperaturbereich aber meist bereits durchlaufen, bevor eine Nacherwärmung durchgeführt werden kann. Aufgrund der neuen Kombination des Vorwärmprozesses mit dem Schweißprozess wird in der kritischen Wärmeeinflusszone gezielt induktiv Wärme eingebracht. Das verhindere das Abfließen der Schweißwärme genau so, dass nach dem Schweißen eine ausreichende t8/5-Zeit eingehalten werden kann – ohne darüber hinaus unnötig Energie in das Bauteil einzubringen, wie es abschließend heißt.

(Das anwendungsorientierte Forschungsvorhaben wird gefördert von der DBU, der Deutschen Bundesstiftung Umwelt).

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