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Photovoltaik Eigene Solaranlage lohnt sich für Unternehmen

Autor / Redakteur: Stéphane Itasse / Stéphane Itasse

Photovoltaikanlagen lohnen sich auch für Unternehmen und Besitzer von Gewerbeimmobilien. Im laufenden Jahr ist die Installation von Solarmodulen auf dem Firmendach sogar profitabler geworden.

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Auf dem Dach des eigenen Industriegebäudes sind Photovoltaikanlagen derzeit lohnend.
Auf dem Dach des eigenen Industriegebäudes sind Photovoltaikanlagen derzeit lohnend.
(Bild: Bundesverband Solarwirtschaft)

Während die Einspeisevergütung stabil blieb, sind die Kosten für die Solarmodule in den vergangenen zwölf Monaten weiter gesunkenwie der Solar-Cluster Baden-Württemberg e.V. mitteilt. Bereits die vollständige Einspeisung des Solarstroms in das Netz ergibt inzwischen eine Rendite von rund 6 %. Nutzen Gewerbe und Industrie den Strom vom Dach selbst, steigt die Rentabilität weiter. „Für Unternehmen ist es dank günstiger Rahmenbedingungen derzeit besonders lohnend, Photovoltaikanlagen auf Gebäuden zu installieren“, sagt Franz Pöter, Geschäftsführer des Solar-Clusters.

Photovoltaikanlagen werden weiterhin günstiger

Der Verein sieht aktuell vor allem zwei Gründe, die den Ökostrom finanziell attraktiver machen. „Um 3 bis 5 % sind handelsübliche Solaranlagen in den vergangenen zwölf Monaten günstiger geworden“, berichtet Daniel Brandl von Orange Solar. Hinzu kommt die feste Vergütung für den in das Stromnetz eingespeisten Sonnenstrom über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), die für alle Anlagengrößen gleich geblieben ist.

Für eine gewerbliche Aufdachanlage fallen derzeit je nach Größe 850 bis 1000 Euro/kW zu installierender Leistung an. Der Solarstrom kostet dann zwischen 6 und 7 ct/kWh bei einem Betrieb über 20 Jahre. Darin enthalten sind Wartung und mögliche Reparaturen. Bei 100 % Fremdfinanzierung steigen die Kosten für den Solarstrom um rund 0,5 ct/kWh. Wird die Anlage fünf Jahre länger – also 25 Jahre – betrieben, sinken dagegen die Stromkosten bezogen auf die Gesamtlaufzeit um rund 1 ct/kWh auch einschließlich der zusätzlichen Instandhaltungs- und Wartungskosten.

Die Vergütungssätze für neue Solaranlagen sind seit Monaten stabil. Für Aufdachanlagen von 40 bis 100 kW etwa erhält der Betreiber für den Anteil bis 10 kW 12,2 ct/kWh, von 10 bis 40 kW 11,87 ct und für den Anteil von 40 bis 100 kW 10,61 ct. Für eine Anlage mit einer Leistung von 100 kW beträgt die Gesamtvergütung somit 11,15 ct/kWh. Bei einer Größe von 100 bis 750 kW installierter Leistung muss der Strom selbst verbraucht oder über einen Energiehändler direkt vermarktet werden (sogenanntes „Marktprämienmodell“).

Hier gilt der „anzulegende Wert“, der 0,4 ct höher ist als bei der Festvergütung, um die Vermarktungskosten zu decken. Damit erhält ein Anlagenbetreiber bei einer Aufdachanlage mit einer installierten Leistung von 150 kW durchschnittlich 11,37 ct/kWh und bei 750 kW immer noch im Schnitt 11,08 ct/kWh.

Rendite steigt mit dem Verbrauch durch das Erzeugerunternehmen selbst

Nutzen Firmen jetzt einen Teil des Solarstroms selbst, erhöht sich die jährliche Rendite von 6 auf bis zu 10 %. Unternehmen haben tagsüber oft einen konstanten Strombedarf. Das deckt sich mit dem Solarstrom, der vor allem von 8 bis 18 Uhr erzeugt wird. Daher können Firmen Eigenverbrauchsquoten von 70 % und mehr ohne Solarstromspeicher erreichen, wie der Verein berichtet.

Verbraucht ein Gewerbeunternehmen den eigenen Solarstrom, muss es dafür keinen Netzstrom für 17 ct/kWh kaufen. So spart es die Differenz zwischen Stromgestehungskosten und Stromeinkauf von rund 10 ct abzüglich EEG-Umlage von derzeit 2,7 ct/kWh. Im Ergebnis erzielt der Verbrauch des Solarstroms vom eigenen Industriedach daher einen Gewinn von rund 7 ct/kWh.

Solarstromspeicher erhöhen allerdings die Rendite der Gesamtanlage in Unternehmen derzeit noch nicht. Dafür sind die Kosten für die Speicher aktuell zu hoch. Wenn die Speicher jedoch gleichzeitig auch für andere Zwecke eingesetzt werden, beispielsweise zur Reduktion der Spitzenlast, dann könnten sie sich lohnen.

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