Pumpen und Armaturen

Energieeffizienz bei Pumpenanlagen neu gedacht

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Was sich mit dem Fluid Future im Betrieb erreichen lässt, zeigen Beispiele aus der Praxis. So ist es der Heidelberger Druckmaschinen AG gelungen, am Produktionsstandort in Brandenburg an der Havel hohe Energieeinsparungen zu realisieren. Das Unternehmen fertigt dort die Wellen, Walzen sowie Profilteile und vormontierte Baugruppen. Bis November 2011 waren im Kühlschmiermittel-Kreislauf der Schleifmaschinen vier ungeregelte Pumpen mit je 37 kW Motorleistung in Betrieb, die mit ihrem Stromverbrauch einen erheblichen Kostenfaktor bildeten. Die Analyse zeigte, dass die alten Pumpen auf einen deutlich zu hohen Betriebspunkt ausgelegt waren, sodass der Förderstrom durch nachgeschaltete Drosselklappen begrenzt werden musste. Heidelberger entschied sich für den Austausch der Pumpen in Verbindung mit Supreme-Motoren sowie für die Modernisierung der Steuerung. Es wurde eine Energieersparnis von rund 78 % und eine Amortisationszeit von 1,6 Jahren prognostiziert.

Etanorm-Pumpen können von 100 m³/h durchströmt werden

Die neu installierten Pumpen des Typs Etanorm sind jeweils mit einem Pumpmeter und mit einer Drehzahlregelung Pumpdrive für die Energieeffizienzmotoren ausgestattet. Jede der Pumpen ist für einen Förderstrom von 100 m³/h ausgelegt, sodass eine einzelne Pumpe für den Durchschnittsbedarf ausreicht. Bei höherer Auslastung schaltet die Steuerung eine zweite Pumpe hinzu, während die dritte als Reserve bereitsteht.

Pneumatisch angetriebene Absperrklappen mit geringem Durchflusswiderstand ersetzen Rückschlagarmaturen

Anstelle von Rückschlagarmaturen kommen heute pneumatisch angetriebene Absperrklappen mit geringem Durchflusswiderstand zum Einsatz. Zusätzlich optimierte man die Leitungsführung, um den hydraulischen Widerstand der Anlage zu verbessern, und entfernte vermeidbare Bögen.

Bei der Steuerung entschieden sich die Ingenieure für eine Simatic S7. Als zentrales Bedienelement visualisiert ein Touchdisplay die gesamte Anlage in einer übersichtlichen Schemazeichnung. Die Ansteuerung der Pumpdrives erfolgt über einen integrierten Hyamaster-Programmierbaustein. Die Pumpen sind jetzt sowohl hydraulisch als auch elektrisch an den tatsächlichen Bedarf angepasst. Schon nach den ersten Messungen ergaben sich Einsparungen von 90 %, die nachaltig sind.

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