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Handbuch Ergonomie von Werkzeugen sicher beurteilen

Autor / Redakteur: Ulrike Preuß / M.A. Frauke Finus

Bei der Auswahl handgehaltener Kraftwerkzeuge sind ergonomische Gesichtspunkte unbedingt zu berücksichtigen. Denn schlechte Ergonomie gefährdet nicht nur die Gesundheit der Werker, sondern kann zu Qualitätsproblemen und Produktionsausfall führen. Mit einer Methode von Atlas Copco Tools lassen sich entsprechende Werkzeuge leicht bewerten und vergleichen.

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Die Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung gibt unter anderem Auslösewerte für die Lärmexposition vor. Werden diese erreicht oder überschritten, müssen entsprechende Maßnahmen getroffen werden. So muss speziell beim Nieten geeigneter Gehörschutz getragen werden. Denn bei diesen Tätigkeiten ist der Prozesslärm beträchtlich, da sich das Blech während des Schlags bewegt.
Die Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung gibt unter anderem Auslösewerte für die Lärmexposition vor. Werden diese erreicht oder überschritten, müssen entsprechende Maßnahmen getroffen werden. So muss speziell beim Nieten geeigneter Gehörschutz getragen werden. Denn bei diesen Tätigkeiten ist der Prozesslärm beträchtlich, da sich das Blech während des Schlags bewegt.
(Bild: Atlas Copco Tools)

Vielleicht suchen sich bald Maschinen und Handwerkzeuge selbst die Werker aus, die ergonomisch am besten zu ihnen passen? Diese Zukunftsvision scheint im Zuge von Industrie 4.0 nicht allzu fern. In der Fabrik der Zukunft könnten Werkzeuge personenspezifische Körperdaten des Arbeiters sowie seine bisherigen Montageschritte heranziehen und anhand dieser entscheiden, welche Belastung ihm noch zuzumuten ist. Doch bis die Maschinen möglicherweise eines Tages übernehmen, muss der Mensch noch selbst tätig werden: Ergonomie wird nicht erst mit Industrie 4.0 aktuell, sondern ist seit Beginn der Industrialisierung in den Fabriken dieser Welt ein Thema. Denn mit dem Übergang von der traditionellen Handarbeit zur Massenproduktion setzen Lärm, Staub und Vibrationen der Maschinen den Arbeitern in einem viel höheren Maße zu.

Gute Ergonomie ist gute Ökonomie

Arbeitsbedingte Erkrankungen verursachen hohe Kosten für den Arbeitgeber, die Qualität der Produkte leidet, die Arbeit kann nicht mehr effizient erledigt werden. Seit Jahren steigt die Anzahl der Arbeitsunfähigkeitstage in Deutschland fast kontinuierlich an. Die Kosten für die ausgefallene Bruttowertschöpfung lagen zuletzt bei über 100 Mrd. Euro (2013). Doch die krankheitsbedingten Fehlzeiten und damit die Kosten für den Arbeitgeber lassen sich mit betrieblicher Gesundheitsförderung, mit Investitionen in Ergonomie und Arbeitsschutz deutlich senken. Laut Studien können mit jedem investierten Euro im Ergebnis 2,70 Euro durch reduzierte Fehlzeiten eingespart werden. Die Wirksamkeit und den wirtschaftlichen Nutzen betrieblicher Gesundheitsförderung und Prävention finden Interessierte zusammengefasst im „iga.Report 28“ der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga). In der iga kooperieren gesetzliche Kranken- und Unfallversicherung mit dem Ziel, arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren durch Arbeitsschutz und betriebliche Gesundheitsförderung vorzubeugen. Die Initiative hat für ihren aktuellen Report wissenschaftliche Studien aus den Jahren 2006 bis 2012 zusammengestellt und ausgewertet. Ein Ergebnis: Präventive Maßnahmen machen sich praktisch immer bezahlt, in fast drei Vierteln der Fälle liegt die Amortisationsdauer sogar bei unter einem Jahr.

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