Kunststofftechnik

Fakuma 2012 demonstriert Effizienzschub bei Spritzgießmaschinen

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Basis für die Anpassungen ist die Modularität. Bei der F-Serie von Ferromatik Milacron, Malterdingen, führt sie zum Bau hydraulischer, hybrider und elektrischer Spritzgießmaschinen. So zeigt der Hersteller auf der Fakuma 2012 die erste elektrische Spritzgießmaschine mit Wendetechnik für Würfelwerkzeuge: die F 270 Cube. Die Würfelwendetechnik wird seit 15 Jahren für hydraulische und hybride Ferromatik-Spritzgießmaschinen angeboten.

Außerdem steigt Ferromatik Milacron mit der Baureihe in das Mehrkomponenten-Spritzgießen ein. Dieses Spritzgießverfahren wird am Stand auf einer hybriden 1600-kN-Maschine umgesetzt. Beide Spritzeinheiten werden hydraulisch angetrieben, der Antrieb der Schließeinheit ist elektrisch.

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Elektrische Baureihe um Mehrkomponentenmaschinen erweitert

Für das Mehrkomponenten-Spritzgießen hat Sumitomo Demag, Schwaig, die elektrische Baureihe Intelect ausgebaut. Präsentiert wird auf der Fakuma 2012 die erste Maschine der Ausbaustufe Multi. Ihr soll später eine weitere folgen, sodass die Ausbaustufe erst einmal die Schließkräfte 2200 und 3500 kN abdecken wird.

Mit der elektrischen Spritzgießmaschine sollen Verbesserungen bei Präzision und Prozesskonstanz „in vollem Umfang“ auf das Mehrkomponenten-Spritzgießen übertragen werden. Passend zum Verfahren gehören ein längerer Auswerferweg, Aufspannplatten für größere Formen und ein Drehteller zum Ausrüstungspaket. Trotz der elektrischen Antriebstechnik erfolgt der Kernzug elektrohydraulisch.

Hybride Antriebseinheit für Hochleistungsmaschinen

Für jede Achse den optimalen Antrieb – nach diesem Prinzip wurde vom Schweizer Maschinenhersteller Netstal, Näfels, die hybride Antriebseinheit Eco-Powerunit konzipiert. Sie ist Teil einer 3200-kN-Hochleistungs-Spritzgießmaschine, mit der auf der Fakuma 2012 die Baureihe Elion „nach oben“ erweitert wird. Ziel ist die Erhöhung der Energieeffizienz der Maschine.

Im Vergleich zu einer konventionellen hydraulischen Kniehebelmaschine werden laut Hersteller bis zu 40 % Energie eingespart, ohne den Premiumanspruch aufzugeben. Dieser Anspruch betrifft die Qualität und die Wirtschaftlichkeit. An beiden Kriterien werden die Maschinenhersteller auf der Fakuma 2012 gemessen. Das Inlandsgeschäft, so der VDMA, stützt die Nachfrage.

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