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Hannover Messe 2019

Fluidtechnik ist fit für Industrie 4.0

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Aus Datenanalyse konkrete Anweisungen erhalten

Den Datenfluss sichtbar macht die Argo-Hytos GmbH aus Kraichtal: In einem aufgeschnittenen Tank demonstriert LED-Technik, wie problemlos sich Sensorik zur Ölzustandsüberwachung in ein Produkt integrieren lässt. Mit der Integration entspricht Argo-Hytos dem Wunsch der Kunden nach einem Produkt, mit dem sich von vorneherein Condition Monitoring beziehungsweise Predictive Maintenance realisieren lässt. Doch die Digitalisierung ist nur ein Part ganzheitlicher Lösungen: Zusätzlich stellt Argo-Hytos das „Quick-Connect“-Anschlusssystem vor, das beweist, wie smart hydraulische Verbindungstechnik sein kann.

Auf Diagnose und Analyse setzt auch die Bucher Hydraulics GmbH aus Klettgau bei der Vorstellung einer Kombination von elektrischer Antriebstechnik und Hydraulik: Der Alpha-X-Demonstrator bildet dank eines kräftigen Federpakets (20 kN) und einer großen Lastmasse (350 kg) ein typisches, in vielen Maschinen vorkommendes Lastprofil ab: Zum Einsatz kommt ein Datalogger, der die im laufenden Betrieb anfallenden Messdaten sammelt und auf einem Monitor darstellt. Produkt-Portfolio-Manager Dierk Peitsmeyer: „Die Datenanalyse nah an der Quelle mit implementiertem Expertenwissen bringt dem Endnutzer einen Mehrwert, weil er nun Informationen zum Betriebszustand und Anweisungen erhält.“ Das Auswerten übernimmt bei Bucher Hydraulics ein Diagnoseprogramm auf dem Webserver des Unternehmens. Anschließend bespricht Peitsmeyer oder ein anderer Experte von Bucher Hydraulics die auf dem Monitor dargestellten Ergebnisse der Auswertung und gibt Tipps zur weiteren Vorgehensweise.

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Hybridsystem für autark arbeitende Achse

Im Jahr 2018 feierte ein elektrohydrostatisches Antriebssystem (EAS) der Moog GmbH aus Böblingen Premiere in Hannover: EAS arbeitet mit einer drehzahlvariablen Pumpe, die sich direkt an einem Steuerblock oder Hydraulikzylinder montieren lässt. Die Hauptrolle spielt die elektrohydrostatische Pumpeneinheit (EPU), mit der ein OEM, Systemintegrator oder Endnutzer dezentrale Antriebsstrukturen verwirklichen kann. Weil das Hybridkonzept bei den Besuchern auf großes Interesse stieß, baute Moog jetzt EAS in einen großen 1,5 t schweren Aktuator ein. „Er führt die Hybridtechnik mit zusätzlichen Funktionen vor“, sagt Dr.-Ing. Dirk Becher, Engineering Manager Pumps and Laboratory. „Wir präsentieren in Hannover im Prinzip eine komplett autark arbeitende Achse, die ohne zusätzliche Hydraulik, Kühlung oder Filtration auskommt.“ Es handelt sich um eine Plug-and-play-Lösung, die perfekt zum Ziel der Sonderschau passt: den Besuchern vorzuführen, was ‚Smart Power Transmission and Fluid Power Solutions’ in der Praxis heißt. Becher: „Der Anwender muss im Prinzip nur noch elektrische Energie anschließen, um das System fahren zu können.“

Wie vielseitig sich ein intelligentes Positioniersystem dank integrierter IO-Link-Schnittstelle im Zusammenspiel mit Pneumatik einsetzen lässt, beweist die neue Baureihe BMP der Balluff GmbH. Bernhard Hahn, Industry Manager Drive Technologies: „Wir haben einen neuen intelligenten Wegsensor entwickelt, der über IO-Link auch Informationen zum Sensorstatus und zu den aktuellen Umgebungsbedingungen liefert.“ Das heißt: Ein Positioniersystem hat sich zum intelligenten Partner in einem Industrie-4.0-Konzept gewandelt, das manche zusätzliche Sensorik überflüssig macht. Der magnetische und berührungslos arbeitende, verschleißfreie Sensor detektiert ständig die absolute Position eines Kolbens. Er ist mit nahezu allen Zylindertypen kompatibel und lässt sich schnell montieren.

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Über den Autor

 Stefanie Michel

Stefanie Michel

Journalist, MM MaschinenMarkt