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Formnext 2018: „Die hohe Innovationsdichte war unvergleichlich”

| Autor: Simone Käfer

In der Additiven Fertigung bietet sich noch viel Innovationspotenzial. Welche Möglichkeiten bereits umgesetzt werden und welche Ideen noch in der Entwicklungsphase sind, erfuhr man auf der Formnext.

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Das Fraunhofer IAPT zog Besucher mit dieser Büste an seinen Formnext-Stand.
Das Fraunhofer IAPT zog Besucher mit dieser Büste an seinen Formnext-Stand.
(Bild: Simone Käfer, MM)

Zum letzten Mal hat die Formnext die Hallen 3.0 und 3.1 des Frankfurter Messegeländes belegt. Denn die Messe für Additive Fertigung wächst. Die Besucherzahlen überstiegen mit 26.919 Fach- und Führungskräften den Vorjahreswert um 25 %, meldet der Veranstalter Mesago. Aber auch mit den 632 Ausstellern, die eine Stellfläche ergattern konnten, platzten die Hallen mit ihren 37.231 m2 Ausstellerfläche aus allen Nähten. Trendthemen waren dieses Jahr Automatisierungsansätze für Maschinen und Materialien. Aber auch das große Spektrum der Nachbearbeitungsprozesse erweckte reges Interesse auf der diesjährigen Formnext. Sascha F. Wenzler, Bereichsleiter Formnext, fasst die vier Messetage treffend zusammen: „Die hohe Innovationsdichte war unvergleichlich und sorgte für ein pulsierendes Messeerlebnis.” Dafür stehen auch die „zahlreichen konkrete Geschäftsabschlüsse und Maschinenverkäufe direkt auf der Messe”, von denen der Veranstalter berichtet.

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Aber die Formnext steht auch für Internationalität. So kamen 49 % der Besucher aus dem Ausland und die Aussteller gehörten insgesamt 32 Nationen an. Es waren auch eher die ausländischen Unternehmen, die mit neuen Maschinen aufwarteten. Der chinesische Maschinenbauer Farsoon beispielsweise stellte die HT1001P vor, ein 3D-Kunststoffdrucker mit automatisierter Pulverentfernung und -recycling. Farsoon-Gründer Dr. Xu Xiaoshu hat auf der Formnext das drei-Optionen-Modell erklärt, mit dem der Maschinenbauer die Automatisierung und Geschwindigkeit seiner Maschinen verbessern will. Zuerst soll eine Vormwärmstation für einen schnelleren Wechsel zwischen den Pulverkartuschen sorgen und nach dem Druck könnte eine Abkühlstation das Bauteil innerhalb von 12 Stunden kühlen. Der bis 220°C aufheitzbare Bauraum ist 1000 mm × 500 mm × 450 mm groß. Das offene System erlaubt eine freie Materialwahl.

Aurora Labs reiste aus Australien an, um seine Multilevel Rapid Manufacturing Technology (RMT) vorzustellen. Der Clou dieser Technik ist, das mehrere Schichten an Metallpulver gleichzeitig aufgetragen und gelasert werden. Dadurch kann sie schneller drucken als andere Systeme. „Derzeit konzentriert sich Aurora auf die Öl- und Gasindustrie”, erklärte CEO David Budge dem MM Maschinenmarkt auf der Formnext. Andere Branchen würden folgen.

Nächstes Jahr findet die Messe vom 19. bis 22. November in den Hallen 11 und 12 der Frankfurter Messe statt. Eine weitere Neuerung erwartet die Besucher in 2019: Die Formnext hat sich für ein Partnerland entschieden. Gestartet wird mit den USA. Eine logische Wahl, denn die Vereinigten Staaten haben eine lange Tradition im Bereich Additive Fertigung und sind eines der wichtigsten internationalen Ausstellerländer. Geplant sind unter anderem ein umfangreiches Aktionsprogramm und verschiedene Länderspecials.

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Über den Autor

 Simone Käfer

Simone Käfer

Redakteurin für Additive Fertigung und Werkstoffe, MM MaschinenMarkt