Großbauteilbearbeitung Fräsroboter erlauben eine flexible Bearbeitung von CFK-Großstrukturen

Autor / Redakteur: Dr. Dirk Niermann / Kirsten Nähle

Die Fräsbearbeitung von CFK-Großstrukturen ist heutzutage ein äußerst kostenintensiver Prozess. Insbesondere fallen die hohen Investitionen für Maschinen zur Großbauteilbearbeitung ins Gewicht, die zudem bauartbedingt normalerweise über nur eine Frässpindel verfügen. Das Fraunhofer IFAM erforscht eine alternative Bearbeitung mithilfe von Fräsrobotern.

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Flexible Rumpfbearbeitungsmodule (Bild: Fraunhofer IFAM)
Flexible Rumpfbearbeitungsmodule (Bild: Fraunhofer IFAM)

Die herkömmliche Fräsbearbeitung von Großbauteilen resultiert üblicherweise in sehr zeitaufwändigen Bearbeitungszyklen, verbunden mit einer geringen Produktivität der Anlage. Alternativ zu den bisherigen Strategien ist eine deutliche Produktivitätssteigerung auf Basis einer parallelen Bearbeitung durch mehrere Industrieroboter denkbar. Diesen Ansatz erforscht die Fraunhofer-Projektgruppe Fügen und Montieren FFM derzeit im Rahmen des vom Land Niedersachsen geförderten Projektes Prosihp FFM.. Hierzu wurde für Grundlagenversuche zur Fräsbearbeitung mit Robotern beim Projektpartner IPMT der TU Hamburg-Harburg eine CFK-Fräsroboter-Versuchszelle aufgebaut. Dies geschah in enger Kooperation mit der Ludwig Schleicher GmbH aus Pressath, die sich bereits seit mehreren Jahren im Bereich der robotergestützten Fräsbearbeitung von Automobilinterieurbauteilen eine starke Position am Markt erarbeitet hat.

Erste Roboterfräsversuche waren sehr vielversprechend

Bereits die ersten Roboterfräsversuche mit einem Roboter TX200 der Firma Stäubli waren sehr vielversprechend. Unter anderem wurde eine CFK-Flugzeugrumpfschale bearbeitet und ein umfangreicher Benchmark unterschiedlicher Werkzeugkonzepte hinsichtlich ihrer Eignung zum Fräsen mit Industrierobotern durchgeführt. Hierbei wählte man die Firma Hufschmied Zerspanungssysteme aus Bobingen als Partner, da diese bereits mehrjährige Erfahrung im Bereich der robotergestützten Zerspanung im Automobilbau sowie in der Zerspanung von CFK vorweisen kann.

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