Pultrusion

GFK-Sandwichprofile in einem Schritt fertigen

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Doppelte Umlenkung der Rovings verbessert Imprägnierung

Sie ist rund, um ein universelles Imprägniermodul für verschiedene Profilendgeometrien zu haben. Der Umfang der Ringkavität ist 2,25 mal größer als der des Endprofils, sodass die Rovings sich aufspreizen und entsprechend hochpermeabel werden. Um die Imprägnierung zu verbessern, werden die vorimprägnierten Rovings in einem S-förmig angelegten Spalt noch doppelt umgelenkt. Wie durch eine Walkstrecke wird die Imprägnierung so optimiert und eine Konsolidierung auf die Endgeometrie vorgenommen. Die Endkontur wird zunächst als Hohlprofil zwischen dem Verdrängerkörper, der in das beheizte Werkzeug hineinragt, und dem beheizten Werkzeug selbst ausgeformt. Durch den hohlen Verdränger wird danach ein treibmittelversetzter PUR-Teilstrom in das angehärtete Profil injiziert.

Die Prozessführung stellte eine weitere Herausforderung dar

Das neuartige Werkzeug- und Prozesskonzept wurde in der Praxis genau untersucht. Dabei wurde zunächst die Stabilität des Prozesses (etwa Abbruch infolge von unvollständig ausgehärtetem Profil oder zu hoher Abzugskräfte) sowie die optische Qualität des Profils (genaue Abbildung der Form, Oberflächenqualität, Imprägnierqualität) optimiert. Wie sich zeigte, müssen für einen stabilen Prozess folgende Rahmenbedingungen aufeinander abgestimmt werden:

  • die Viskositätsentwicklung und Treibmittelbeladung des PUR,
  • die daraus resultierenden spezifischen Reaktionszeiten des treibmittelbeladenen und treibmittelfreien PUR, wie Start-, Steig-, Verarbeitungs- und Klebfreizeit,
  • Prozessparameter wie Temperaturführung und Abzugsgeschwindigkeit.

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