Wieder eine Pleite Gersefelder Metallwaren muss Insolvenz anmelden

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Die Gersfelder Metallwaren GmbH (GMW) aus der Nähe von Fulda hat beim Amtsgericht Fulda einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellen müssen ...

Die Gersfelder Metallwaren GmbH aus der Röhn muss den Weg in die Insolvenz gehen. Doch die Chance auf eine tragfähige Zukunft soll durchaus gut sein ...(Bild:  GWM)
Die Gersfelder Metallwaren GmbH aus der Röhn muss den Weg in die Insolvenz gehen. Doch die Chance auf eine tragfähige Zukunft soll durchaus gut sein ...
(Bild: GWM)

Am Standort in Gersfeld fertigt GMW nach Kundenzeichnung sowohl Serienteile als auch Kleinserien – darunter Dreh-, Rohr- und Drahtbiegeteile sowie Schweiß- und Montagebaugruppen. Zum Produktspektrum gehören Schalthebel für Pkw und Nutzfahrzeuge, Abgashalterungen und Abgasklappen zur Akustikoptimierung, Gasgestänge für Landmaschinen sowie Zahnräder und Antriebselemente für die Robotik und den Maschinenbau, wie es heißt. Die wesentlichen Produktionsverfahren wie Zerspanung, Umformen, Verbinden, Schweißen, Montieren und der Werkzeugbau erfolgen im Haus. Doch die wirtschaftliche Lage hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verschlechtert. Als Hauptursachen werden eine rückläufige Nachfrage im Automotive-Sektor, geopolitische Unsicherheiten sowie eine insgesamt sinkende Investitionsbereitschaft aufgeführt. Weil die Kundenbasis stark auf den Automobilbereich ausgerichtet sei, betrifft es das Hauptprodukt (Abgasklappen) besonders empfindlich. Zum Stand September 2026 beschäftigt GWM 145 Arbeitnehmer sowie vier Auszubildende, die bei der Verkündung der Schräglage bekräftigt haben, dass sie auch weiterhin tatkräftig unterstützen wollen, bis alles wieder auf Kurs ist.

Vorläufige Insolvenzverwaltung ist positiv gestimmt

Zusätzlich belastete im Geschäftsjahr 2024 eine außerordentliche Abschreibung auf die Beteiligung an der rumänischen Tochtergesellschaft GMW Romania S.R.L. in Höhe von rund 5,2 Millionen Euro das Jahresergebnis. Zum Ausgleich hatte die Geschäftsführung in diesem Jahr dann ein Sanierungsgutachten beauftragt, externe Restrukturierungsberater hinzugezogen und seit Mitte 2026 intensive Gespräche mit den finanzierenden Banken geführt. Doch das hat alles nichts genützt. Die Insolvenz war nicht aufzuhalten. Aber trotz der angespannten Lage im am Hauptmarkt sieht der vorläufige Insolvenzverwalter gute Perspektiven für den Erhalt des Unternehmens. Er sei optimistisch, dass für GWM eine tragfähige Sanierungsmöglichkeit erreichbar sei. Das Unternehmen verfügt schließlich über eine hohe Fertigungskompetenz und hervorragende Produkte, die großes Potenzial für eine zukunftsfähige Ausrichtung bieten. Weil GWM auch sämtliche gesetzlichen Größenkriterien erfüllt, wurde zur Begleitung des Verfahrens zudem die Einsetzung eines vorläufigen Gläubigerausschusses beantragt.

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