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3D-Druck als Produktionsschritt
Wenn man sich mehr der Produktion zuwenden will, kann kein CAD-Software-Hersteller die additiven Fertigung beziehungsweise den 3D-Druck ignorieren – auch Dassault Systèmes nicht. Nicht zum ersten Mal stellen zahlreiche 3D-Drucker-Hersteller im „Partner Pavillon“ aus und nutzen diese Plattform, um (neue) Modelle zu präsentieren: darunter HP mit dem aktuellen Jet Fusion 3D oder der Silikon druckende LAM-3D-Drucker von German Reprap.
Eine besonders enge Partnerschaft, die über die reine Nutzung der 3D-Drucker hinausgeht, geben hingegen Stratasys und Dassault Systèmes bekannt: Scott Sevcik, Head of Aerospace, Defence & Automotive bei Stratasys, und Sumanth Kumar, Vice President Simulia Growth bei Dassault Systèmes, kündigen eine Partnerschaft zwischen Simulia und Stratasys an, um den FDM-Prozess zu simulieren. Hierbei wird sowohl das Druckmaterial als auch das Design und der Druckprozess berücksichtigt. Das soll die Lücke zwischen Konstruktion und Druck beziehungsweise Produktion schließen. Außerdem wird auch der „Druckauftrag“ aus Solidworks an einen Stratasys-Drucker vereinfacht, denn die Stratasys-Software Grabcad ist nun als Add-in direkt für Solidworks verfügbar. So kann direkt aus Solidworks auf einem Stratasys-Drucker gedruckt werden – ohne Export und Austauschformat.
Fremdbauteile in Konstruktion integrieren
Und wie setzt nun Dassault Systèmes die angekündigten Veränderungen in Richtung Optimierung in Solidworks um? Manche Entwicklungen haben sich schon in der Version 2016 angekündigt – beispielsweise mit Solidworks PCB und Solidworks 3D Interconnect. Bisher haben Konstrukteure lediglich die Außenhülle von elektrischen Geräten oder Smart Products entworfen, doch mit Solidworks PCB ist es möglich, Leiterplattenlayout zu machen und die Elektrik zu visualisieren. „Damit können Smart Connected Products in der Solidworks-Umgebung erstellt werden“, erklärt Produktmanager Craig Therrien. Somit ist man gerüstet für die Entwicklung von IoT-fähige Produkten.
Ebenso hilfreich für die tägliche Arbeit ist sicherlich die Funktion 3D-Interconnect, denn damit ist es möglich, mit CAD-Daten aus anderen Softwaresystemen zu arbeiten. Fügt man das fremde Bauteil in die Solidworks-Konstrukion ein, wird die Referenz gespeichert, wo das Bauteil liegt; verändert werden kann es auch, durch hinzufügen von eigenen Solidworks-Features. Beim Aufruf der Konstruktion wird so immer die aktuelle Version des Bauteils geladen. Burk: „Dem Wunsch der Kunden, Daten zwischen den 3D-Systemen auszutauschen, hat man nun Rechnung getragen. Das wird den Markt revolutionieren.“ 3D Interconnect wird in der Standard-Version von Solidworks verfügbar sein – die Catia-Schnittstelle von 3D Interconnect in der Premium-Version.
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