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Grenzebach setzt auf digitalen Zwilling

| Redakteur: Bernd Maienschein

Zur Simulation des Materialflusses nutzt Grenzebach Lösungen von Siemens. Gemeinsam haben die Unternehmen jetzt das jüngste Grenzebach-Produkt entwickelt: den Tin-Air-Speed-Stacker, eine Maschine zum Stapeln von Glasscheiben jeglicher Art.

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Bei der Entwicklung des Tin-Air-Speed-Stackers setzte Grenzebach zum ersten Mal auf den digitalen Zwilling. Zu dessen Erstellung nahm man Siemens mit ins Boot.
Bei der Entwicklung des Tin-Air-Speed-Stackers setzte Grenzebach zum ersten Mal auf den digitalen Zwilling. Zu dessen Erstellung nahm man Siemens mit ins Boot.
(Bild: Grenzebach)

Neben der Bewegungsführung des Tin-Air-Speed-Stacker von Grenzebach stammt auch das Know-how zur erstmaligen Erstellung eines digitalen Zwillings von Siemens. Damit war es möglich, den Stapler in all seinen Funktionen umfangreich zu simulieren und zudem parallel das erste Motion-Control-Programm zu entwickeln, um so die virtuelle Inbetriebnahme optimal vorzubereiten. Durch das Parallelisieren von bisher seriellen Entwicklungsschritten konnten Entwicklungszeit und -kosten deutlich reduziert werden.

Stapelleistung um 30 % höher

Der Tin-Air-Speed-Stacker ist ein Drei-Achs-Schnellstapler, der Glasplatten wahlweise auf der Zinnbad- oder der Luftseite aufnehmen und gleich schnell vertikal auf einem Glasgestellt ablegen kann – bis zu 20 Mal pro Minute. Das bedeutet eine um 30 % höhere Stapelleistung und macht den Tin-Air-Speed-Stacker zum leistungsstärksten Stapler seine Klasse. Die Bewegungsführung erfolgt über ein Motion-Controll-System Simotion D445 mit Universalbibliothek Handling Advanced sowie modulare Umrichter Sinamics S120 und Simotics-S-Servomotoren.

Bei der Entwicklung ging Grenzebach erstmals völlig neue Wege. „Um mögliche Singularitäten der knickarmroboterähnlichen Kinematik in den Griff zu bekommen, haben wir uns dazu entschieden, erstmals einen digitalen Zwilling zu bauen“, so Roland Jenning, Leiter Innovation bei Grenzebach. Erstellt wurde der digitale Zwilling mit der Software NX Mechatronics Designer von Siemens.

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