Werkzeughaltersysteme In der Mikrozerspanung gelten eigene Gesetze
Die beinahe haarfeinen Werkzeuge, die hohen Spindeldrehzahlen und die extremen Präzisionsanforderungen sind gleichermaßen eine Herausforderung für Spannmittelhersteller wie für Anwender.
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Wer dauerhaft präzise Ergebnisse erzielen will, braucht Aufnahmen mit hoher Rundlaufgenauigkeit und Wuchtgüte. Sie sollten zudem möglichst schlank sein und resistent gegen Verschmutzungen (Bilder 1 und 2). Außerdem müssen sie gewährleisten, dass sich auch kleinste Werkzeuge präzise einstellen und wechseln lassen.
Dental- und Medizintechnik entdecken die Mikrozerspanung
Ihren Ursprung hat die hochpräzise Mikrozerspanung in der Uhrenindustrie (Bild 3). Seit jeher sind die Anforderungen dort enorm. So müssen bei der Bearbeitung von Werkplatinen extrem kleine Toleranzen bei Durchmesser und Lage eingehalten werden.
So sind 0,004 mm keine Seltenheit. Im Laufe der Zeit haben auch andere Branchen die Möglichkeiten der Mikrozerspanung für sich entdeckt. Von der Dental- und Medizintechnik (Bilder 4 und 5) über die optische Industrie bis hin zum Formenbau reicht heute das Spektrum der Anwender (Bilder 6 und 7). Die Toleranzen bei Mikroformen betragen heutzutage zum Teil gerade einmal ±0,003 mm, die Kantenschärfe 0,01 mm.
Spannsysteme stoßen im Mikrobereich an Grenzen
Solche Werte sind nur mit Werkzeughaltern zu erzielen, die dauerhaft über einen perfekten Rundlauf verfügen. Konventionelle Spannzangenaufnahmen sind dazu nicht in der Lage, urteilt Schunk. Ihr Rundlauf variiert von Spannvorgang zu Spannvorgang so sehr, dass er für die prozesssichere Mikrozerspanung nicht akzeptabel ist.
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