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Werkzeughaltersysteme

In der Mikrozerspanung gelten eigene Gesetze

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Während des Spannvorgangs werden Polygonspannfutter ausschließlich radial verformt. Es findet also keine Ausdehnung in der Länge statt. So ist gewährleistet, dass Werkzeuge mit einer minimalen Toleranz von 0,01mm in der Länge eingestellt werden können – auch dies ist ein wesentlicher Vorteil gegenüber thermischen Schrumpffuttern, bei denen sich während der Abkühlung die voreingestellten Längenmaße reduzieren können, erklärt Schunk. Bei diesem Effekt spricht man vom sogenannten Setzverhalten.

Das Spannsysteme kommt ohne bewegliche Teile aus

Auch gegenüber Spannzangenaufnahmen kann die Polygonspanntechnik punkten: Aufgrund des Spannprinzips kommt das System ohne bewegliche Teile aus. Das macht die Präzisionswerkzeughalter mechanisch unempfindlich und gewährleistet dauerhaft eine wartungs- und verschleißfreie Spannung. Verglichen mit mehrteiligen Futtern ist der Reinigungsaufwand zudem deutlich geringer. Um Verschmutzungen von außen auszuschließen, können die Schlitze an der Vorderseite der Aufnahmen auf Wunsch zusätzlich vulkanisiert werden.

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Die Aufnahmebohrung ist polygonförmig

Statt einer runden hat das Werkzeughaltersystem Tribos eine polygonförmige Aufnahmebohrung für das Werkzeug. Wird mit einer Spannvorrichtung von außen ein definierter Druck beaufschlagt, verformt sich die Aufnahmebohrung innerhalb des dauerelastischen Bereichs zu einem Zylinder.

Dieser Vorgang bewegt sich unterhalb der Rp-0,2%-Dehngrenze, so dass Gefügeänderungen im Stahl ausgeschlossen sind. In diesem Zustand kann das Werkzeug spielend leicht in den Halter gefügt werden.

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