Fluidtechnik In Windenergieanlagen bleibt Hydraulik unverzichtbar

Autor / Redakteur: Josef Kraus / Josef-Martin Kraus

Bei Windenergieanlagen werden Anlagenkomponenten hydraulisch gesteuert oder eingestellt. Sie sind damit der wichtigste Absatzmarkt für die Hydraulikbranche im Bereich der erneuerbaren Energien. Zwar gilt bei der Rotorblattverstellung die Hydraulik nur noch als Alternative zu elektromechanischen Stellantrieben. Doch Bremssysteme, Schmierung und Kühlung bleiben in „hydraulischer Hand“.Zuverlässigkeit der Hydraulik hat sich enorm verbessert

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Bis zum Jahr 2020 sollen in Deutschland 47% des elektrischen Energiebedarfs, 25% des Wärmebedarfs und 22% des Kraftstoffverbrauchs mit erneuerbaren Energien abgedeckt werden. Diese Branchenprognose, die der Bundesverband erneuerbare Energie e. V. (BEE) in diesem Jahr als Wachstumsziel ausgegeben hat, setzt eine stark zunehmende Investitionstätigkeit voraus: von 13,5 Mrd. Euro in diesem Jahr auf knapp 29 Mrd. Euro, errechneten die Prognos-Marktanalysten im Auftrag des BEE. Klar, dass die deutsche Zulieferindustrie darin einen Wachstumsmarkt sieht: vom Bauteil- bis zum Systemlieferanten. Die Antriebshersteller im Anlagenbereich profitieren bereits von dieser Entwicklung.

Anlagenhersteller fordern Verstellsysteme für jede Anforderung und Spezifikation

So hat der Antriebs- und Steuerungshersteller Bosch Rexroth das Lieferprogramm für Anlagen zur elektrischen Energiegewinnung im Geschäftsbereich Renewable Energies zusammengefasst. Grund dafür ist eine zielgerichtetere Marktbearbeitung. So verlangen die Anlagenhersteller Verstellsysteme für jede Anforderung und Spezifikation. Der Baukasten dazu besteht für die Zulieferer aus mechanischen, hydraulischen und elektronischen Komponenten.

Daraus entwickeln sie Systeme für Anlagen in den Bereichen Wind- und Sonnenenergie, Gezeiten-, Wellen- sowie Wasserkraftwerke. Dabei können die Antriebshersteller auf eindruckvolle Anwendungen verweisen, wie Udo Heidrich, Verkaufsleiter Marine & Power Generation bei der Parker Hannifin GmbH, Kaarst, konstatiert: „Weltweit sind Parker-Teams im Einsatz, um die Energieversorgung der Zukunft zu sichern.“

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