Erneuerbare Energien

Industrie will von sonnigen Zeiten mehr profitieren

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Über längere Erfahrung mit der Erzeugung von Solarstrom verfügt der Autohersteller Adam Opel AG. Nach ersten Erfahrungen mit einer Solaranlage im spanischen Zaragoza entschied sich das Unternehmen schon 2009 dafür, eine „Solar-Offensive“ auszurufen. Dafür wurden die Firmen Tauber-Solar und Solon mit ins Boot genommen.

Opel prüft weitere Solar-Investitionen und Geothermie

Mittlerweile sind auf den Fabrikdächern in Zaragoza Solarmodule mit einer Leistung von rund 10.500 kWp auf circa 200.000 m² montiert, am Stammsitz in Rüsselsheim sind es ungefähr 8100 kWp auf etwa 160.000 m² und im Werk Kaiserslautern immerhin noch rund 2600 kWp auf etwa 40.000 m².

Opel nutzt den Strom dieser Solaranlagen für die Produktion, tritt allerdings im Gegensatz zu den Mittelständlern als Vermieter der Dachflächen auf, investiert also nicht selbst in Photovoltaik.

„Wir planen den Aufbau von weiteren Solar-Aufdachanlagen und die Installation von Carport-Solaranlagen. Zudem prüfen wir den Einsatz von Geothermie“, erläutert Andreas Kroemer, Manager Corporate Communications bei Opel. „Wir engagieren uns auf diesem Gebiet, weil GM weltweit intensiv die erneuerbaren Energien unterstützen und selbst nutzen will.“

Industrielle Nutzung von Solarstrom ist kein Problem

Kroemer macht dabei anderen Unternehmen, die sich für Photovoltaik interessieren, ausdrücklich Mut: „Nach unseren Erfahrungen ist die industrielle Nutzung des Solarstroms kein Problem.“ Für den Fall auftretender Probleme der Erzeugungsanlagen habe Opel entsprechende Fehlermeldungen für das Energiemanagementsystem programmiert, die ein sofortiges Eingreifen bis hin zur automatischen oder auch manuellen Notabschaltung der Einspeisung erlauben. Ein solches Energiemanagementsystem mit automatischen Meldungen des Betriebszustandes müsse jedoch vorhanden sein.

„Diese Erkenntnis beruht allerdings nur auf den Gegebenheiten unseres Großbetriebs. In kleineren Betrieben, deren Gesamtverbrauch kleiner ist und die ausschließlich über das öffentliche Netz versorgt werden, mag das anders sein“, räumt Kroemer weiter ein.

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