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Innovative Blechkonstruktion im Maschinenbau

| Redakteur: M.A. Frauke Finus

Am 10. Mai haben die Hochschule Koblenz, Intro PS, Indunorm und Design Tech aus Ammerbuch die Vortragsveranstaltung zum Thema „Innovative Blechkonstruktion im Maschinenbau – Möglichkeiten für erfolgreiches Maschinendesign“ in Stuttgart ausgerichtet. Das allgemeine Fazit lautete: Nur wenn Konstrukteure und Designer verständnisvoll kooperieren wird durch innovative Blechkonstruktion ein zielorientiertes Design möglich.

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Jens Hartwig von Indunorm war einer der Referenten bei der Vortragsveranstaltung zum Thema „Innovative Blechkonstruktion im Maschinenbau – Möglichkeiten für erfolgreiches Maschinendesign“.
Jens Hartwig von Indunorm war einer der Referenten bei der Vortragsveranstaltung zum Thema „Innovative Blechkonstruktion im Maschinenbau – Möglichkeiten für erfolgreiches Maschinendesign“.
(Bild: Bild: Design Tech)

Das Unternehmen Design Tech, das für zielorientiertes Industrial Design bekannt ist, hat vor einigen Jahren die Design-Tech-Akademie gegründet, um das Wissen und die Erfahrungen aus über drei Jahrzehnten weiterzugeben. Am 10. Mai fand gemeinsam mit der Hochschule Koblenz, Intro PS und Indunorm unter der Moderation von Lisa Schmid Vortragsveranstaltung zum Thema „Innovative Blechkonstruktion im Maschinenbau – Möglichkeiten für erfolgreiches Maschinendesign“ in Stuttgart statt. Mit zahlreichen Beispielen und Anschauungsobjekten wurden die Möglichkeiten mit Blech dargestellt. Die Teilnehmer der Veranstaltung konnten sich durch die unterschiedlichen Impulse und Wissensquellen für Ihre Produkte und Projekte inspirieren lassen.

Komplexe Gebilde sehr schnell und flexibel entwickeln

Blech ist ein sehr leistungsfähiges Halbzeug. Auf Grund des Lieferzustands als große ebene Fläche und der geringen Variantenzahl in Form von Blechdicken können mit unterschiedlichen Verfahren, anders wie bei Stahlprofilen, komplexe Gebilde sehr schnell und flexibel entwickelt werden, hob Prof. Dr. Marc Nadler von der Hochschule Koblenz hervor, der bei seinem Vortrag auf die Topologieoptimierung in der Konstruktion einging. Er ist einer der vier Fachexperten, die sich intensiv mit dem Thema Blech beschäftigen und bei der Vortragsveranstaltung sein Wissen mit den Zuhörern teilte. Weitere Referenten waren Frank Schmitz (Intro Projekt System), Jens Hartwig (Indunorm Bewegungstechnik) und Anja Groß (Design Tech).

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Der Konstruktion ist oftmals nicht klar, was Blech für immense Möglichkeiten bietet und welche Rahmenbedingungen für ein hochwertiges Ergebnis eingehalten werden müssen. Frank Schmitz demonstrierte an dem hauseigenen Musterkasten für Blechkonstruktion sehr anschaulich, welche Fehler in der Praxis häufig gemacht werden und wie diese vermieden werden können. Bei der Entwicklung einer Maschine, Anlage oder einer Komponente fließen unterschiedliche Aspekte in den Produktentwicklungsprozess ein. Für einen effizienten Prozess ist es entscheidend, dass die Blechkonstruktion und das Industrial Design parallel starten, betonte Frank Schmitz, da in der Konzeptphase schon so viel Know-how von der Blechkonstruktion und vom Industrial Design zusammenfließen, dass nur im interdisziplinären Austausch eine Lösung möglich ist.

Impulsgeber für die Konstruktion und Entwicklung

Die Funktionalitäten der Maschine und die Unternehmenswerte können in der Schutzverkleidung für den Kunden und Anwender sichtbar gemacht werden und damit maßgeblich zum Verkaufsentscheid beitragen, hob Anja Groß von Design Tech hervor. Der Industrial Designer ist Impulsgeber für die Konstruktion und Entwicklung. Die Vielzahl der sauber verarbeiteten Details im Blech entscheiden über die wahrgenommene Qualität des Produktes. Das zielorientierte Industrial Design der Blechverkleidung ist zu einem bedeutenden Hebel für den wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmen geworden.

Maschinengestelle, die in der Regel ausschließlich aus kostenintensiven Fräs- und Bearbeitungsteilen hergestellt werden, haben im Gewicht und bei den Materialeigenschaften deutliche Nachteile im Vergleich zur Konstruktionen mit Blech. Diese Erfahrung machte Jens Hartwig. Durch eine FEM-Betrachtung der Stahlträger wurden Kennzahlen für die Blechkonstruktion abgeleitet. Mit Blech konnte bei gleichzeitig geringerem Gewicht und Kosten eine deutlich höhere Materialsteifigkeit erzielt werden. Um die Bauteilvielfalt von Fräsbearbeitungsteilen zu senken und damit auch Kosten und Zeit zu sparensollte sich jeder Entwickler vor einer Neuentwicklung fragen, was im Blech umgesetzt werden kann.

Alle Experten waren sich einig, dass gewohnte Denkmuster aufgebrochen werden müssen, um Innovative Lösungen im Blech zu realisieren und damit Erfolg auf einem hart umkämpften Markt zu haben.

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