Metav 2018

Klassische Technik und Innovation im Einklang

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Medizintechnik: Treiber des Fortschritts in der Fertigung

Hohe Qualitätsansprüche an die Produktion stellt ebenfalls die zweite anwenderbezogene Area der Metav, der Bereich Medical. Medizintechnik ist dabei aus zweierlei Gründen eine naheliegende Wahl. Zum einen ist sie mit ihren hohen Anforderungen und ihrem gewaltigen Innovationspotenzial Treiber technischen Fortschritts in der Fertigungstechnik. Nicht ohne Grund belegt die Medizintechnik Spitzenplätze in der weltweiten Anmeldung von Patenten. Zum anderen ist sie ein Segment mit hervorragenden langfristigen Marktaussichten. Die demografische Entwicklung der Weltbevölkerung befeuert den Bedarf, darunter vor allem das steigende Durchschnittsalter in den Industriestaaten und der wachsende Lebensstandard in zahlreichen Schwellenländern. Partner der Medical Area ist 2018 die Arbeitsgemeinschaft Medizintechnik im VDMA.

Wie der Metav-Kernbereich der Produktionstechnik und die verschiedenen Areas miteinander im Zusammenspiel stehen, lässt sich am Beispiel der Medizintechnik verdeutlichen. Dort werden in aller Regel Produkte gefertigt, die höchste Anforderungen an Präzision und Qualität stellen – und das vom Beginn der Wertschöpfungskette bis zu deren Ende. Vielfach vereinen diese Produkte Teile aus Metall mit solchen aus Kunststoffen, die wiederum von Anwendern aus dem Werkzeug- und Formenbau hergestellt werden – und deren Produktion auf Werkzeugmaschinen angewiesen ist.

Zusammenspiel der Kompetenzen

Komponenten der Medizintechnik werden ebenso mit additiven Verfahren hergestellt, sodass auch der Brückenschlag zur Additive Manufacturing Area offensichtlich ist. Und schließlich stellt der gesamte Herstellungsprozess erhebliche Anforderungen an die Qualitätssicherung. Nicht nur, dass hochpräzise, verlässliche Produkte hergestellt werden müssen: Auch die rechtlichen und hygienischen Standards für die eingesetzten Maschinen sind enorm – und damit ein Fall für die Kompetenzen, die in der Quality Area vertreten sind.

Ein Plus für die Messe ist auch der Standort, so der VDW weiter. Düsseldorf befindet sich im Zentrum Nordrhein-Westfalens, dem konzentriertesten industriellen Wirtschaftsraum nördlich der Mainlinie. Besonders der Maschinenbau ist in dieser Region traditionell stark. Die Branche beschäftigt in Nordrhein-Westfalen über 200.000 Arbeitnehmer und ist damit der größte industrielle Arbeitgeber im Land. Knapp ein Fünftel des deutschen Umsatzes im Maschinenbau wird in Nordrhein-Westfalen erwirtschaftet. Die geografische Nähe der Metav zum industriellen Herzen des Nordwestens macht die Messe zu einem attraktiven und komfortablen Treffpunkt für Hersteller und Anwender der Region. Auch die anliegenden Beneluxstaaten und die vergleichsweise nah gelegenen skandinavischen Länder sind traditionell stark vertreten. Die Besucherqualität ist dabei hoch: 2016 gaben 63 % von ihnen an, auf Beschaffungsentscheidungen Einfluss zu haben.

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