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Voss Fluid Kleiner Ring mit großer Aufgabe

| Autor / Redakteur: Marco Schawohl / Stefanie Michel

Ein Flugzeugschlepper muss immer einsatzbereit sein. Daher setzen Hersteller wartungsarme, zuverlässige Systeme ein, wie es das Beispiel am Hydrauliksystem einer neu konzipierten Schlepperaufnahmevorrichtung zeigt. Dort sorgt ein Schneidring für sichere Rohrhaltung sowie höchste Leckagesicherheit.

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In der Rekordzeit von unter 60 Sekunden nimmt der Phoenix von Goldhofer ein Flugzeug auf.
In der Rekordzeit von unter 60 Sekunden nimmt der Phoenix von Goldhofer ein Flugzeug auf.
(Bild: Voss Fluid)

In weniger als einer Minute nimmt das Spezialfahrzeug Phoenix der Goldhofer-Unternehmensgruppe ein Flugzeug auf und transportiert es über die Rollbahn bis ans Ziel. Dabei können Vibrationen entstehen, die eine maximal belastbare Rohrverbindungstechnik erfordern. Bei seinem neuen Flugzeugschlepper vertraut Goldhofer daher auf Komponenten von Voss Fluid.

Goldhofer steht für robuste und intelligente Transportlösungen im Schwerlast- und Spezialtransport – auf der Straße, offroad und am Flughafen. Weit über 35.000 Fahrzeuge hat das Unternehmen bisher weltweit in mehr als 160 Länder geliefert, darunter auch über 6000 Flugzeugschlepper. Ohne sie wäre der Airport-Betrieb undenkbar, denn auch das modernste Flugzeug kann eines nicht: den Rückwärtsgang einlegen. Genau an dieser Stelle übernehmen die Goldhofer-Fahrzeuge und bewegen die Maschinen exakt in die gewünschte Start- oder Parkposition.

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Bei der Entwicklung auf das Wesentliche konzentriert

Neu auf dem Markt ist der AST-2P/X, kurz: Phoe­nix. Die vierte Generation der stangenlosen Flugzeugschlepper ist in der Lage, mehr als 80 % aller weltweit eingesetzten Flugzeuge zu bewegen. Dazu zählen unter anderen der neue A350 von Airbus sowie der in der Entwicklung befindliche B777X von Boeing. „Geniale Lösungen sind immer einfach. Aber einfache Lösungen zu entwickeln, ist eine große Herausforderung“, bringt es Stefan Fuchs, Vorstandsvorsitzender der Goldhofer Aktiengesellschaft, auf den Punkt. „Mit dem Phoenix wollten wir weg vom allgemeinen Trend des Over-Engineerings. Daher haben wir uns auf das Wesentliche konzentriert: höchste Verfügbarkeit, verlässliche Technik und minimaler Wartungsaufwand.“ Das Ergebnis ist ein komplett neues, kompaktes und modulares Fahrzeugkonzept, das in puncto Antrieb, Motor, Bremskraft und vielen weiteren Bereichen neue Maßstäbe in Funktionalität und Kundennutzen setzt.

Nur ein Kraftprotz kann ein voll besetztes und betanktes Flugzeug bewegen. Der Phoenix leistet dies, indem er das Bugrad des Flugzeuges mit den Schwenk­armen seiner Aufnahmevorrichtung umschließt, spannt und anhebt. In dieser Position zieht der Schlepper die Maschine bei Bedarf kilometerweit mit der auf Flughafenarealen zugelassenen Höchstgeschwindigkeit von 32 km/h. Um das Flugzeug sicher aufzunehmen, benötigt der Phoenix weniger als eine Minute – eine Rekordzeit unter Flugzeugschleppern.

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