Robotik

Kompakte Gehäuse ermöglichen robotergestützte Gepäckverladung

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Dieser Vorteil kommt besonders beim zukünftigen Verladebetrieb im neuen Südterminal des Flughafens zum Tragen. Dabei ist die Verladetechnik zwar ein wesentliches, aber nicht das allein ausreichende Element für eine Verbesserung des Gepäckprozesses. Erst durch die Kooperation mit den Nutzern der Anlage, dem Flughafen Amsterdam Schiphol und KLM, und dem Partner Vanderlande als Integrator der Gepäckanlage konnte ein Gepäckprozess gestaltet werden, der die Verladeroboter optimal einsetzt.

Hohe Anforderungen an Industrieroboter im Flughafenumfeld

Der Einsatz von Industrierobotern im Flughafenumfeld war allerdings nicht ohne Weiteres möglich. Die Technikstandards sind hoch und fest definiert.

Erschwerend ist zudem, dass industrielle Robotertechnik beim Service- und Betriebspersonal eher unbekannt sind. Darüber hinaus müssen die Airport-Standards gehalten und Lösungen mit Standardprodukten geschaffen werden, ansonsten sind solche Anlagen nicht zu realisieren.

Gemäß seiner Philosophie „Innovation auf Basis bewährter Techniken“ greift Grenzebach Automation somit – außer seinem eigenentwickelten Laserscan-, Steuerungs- und Greifersystem – bei den Einzelkomponenten nur auf Standardprodukte zurück, wie Roboter von Kuka, Scanner von Sick und Standard-SPS.

Standard-Gehäusetechnik sorgt für weltweite Verfügbarkeit

Bei der Gehäusetechnik setzt das Unternehmen konsequent auf das Standardprogramm von Rittal. Vor allem weil die Marke Rittal ein bekannter Standard an Flughäfen ist und der Hersteller weltweite Verfügbarkeit seiner Gehäusesysteme garantiert.

Insgesamt kommen bei den Gepäckverladeanlagen etliche TS-8-Schaltschränke, AE-Kompaktgehäuse, PC-Schränke sowie Bediengehäuse der Serie Comfort-Panel zum Einsatz. Direkt auf dem Roboter ist ein AE-Kompaktgehäuse montiert, in dem die Scannerelektronik und die Energieversorgung sowie die Steuerungselektronik für den Betrieb des Greifwerkzeugs sicher verpackt sind.

AE-Gehäuse erfüllt alle Anforderungen an Kompaktheit und Stabilität

Aufgrund der beengten Platzverhältnisse in der Zelle und der hohen Bewegungsgeschwindigkeit des Roboterarms erfüllt das Gehäuse alle Anforderungen an Kompaktheit und Stabilität. Ein anderes AE-Gehäuse befindet sich im oberen Bereich der Anlage (Bild 1 – siehe Bildergalerie), wo ankommende Gepäckstücke vom Greiferwerkzeug aufgenommen und durch einen Scanner vermessen werden (Volumenscannung). Im Gehäuse sind entsprechende Elektronikkomponenten zur Signalisierung sowie zur Versorgung eines Linearmotors sicher untergebracht.

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