Google+ Facebook Twitter XING LinkedIn GoogleCurrents YouTube

Leantec

Leichtes Antriebssystem im Forschungsverbund entwickeln

| Autor / Redakteur: Stefanie Michel / Stefanie Michel

Die Elemente Rotor und Stator wurden unabhängig voneinander entwickelt und zu einem effizienten Elektroantrieb zusammengeführt.
Bildergalerie: 5 Bilder
Die Elemente Rotor und Stator wurden unabhängig voneinander entwickelt und zu einem effizienten Elektroantrieb zusammengeführt. (Bild: Leantec)

Ein Erfolg versprechendes Konzept für einen zukunftsfähigen Antrieb kann dann entstehen, wenn sich Spezialisten zusammenfinden und ihr Wissen miteinander verknüpfen. So entwickelte der Wachstumskern Leantec-Antrieb durch die Kombination mit neuen Werkstoffen und moderner Elektronik einen neuen Elektroantrieb.

Der Wachstumskern Leantec-Antrieb besteht aus fünf Industrieunternehmen und drei Forschungseinrichtungen aus den Bundesländern Sachsen und Thüringen. Auf Basis bekannter physikalischer Prinzipien entwickelte er mithilfe neuer Werkstoffen und moderner Elektronik einen neuartigen Antrieb, der die technologische Lücke zwischen Direktantrieben und klassischen Motor-Getriebe-Kombinationen schließen soll.

Verbundwerkstoffe im Antrieb sparen viel Gewicht

In die konzeptionelle Überlegung für neue Antriebe fließen ökologische und wirtschaftliche Aspekte als Basis der technischen Entwicklung ein. Rohstoffe sowie deren Beschaffung und Preisentwicklung spielen aktuell eine entscheidende Rolle beim Entwurf neuer Konzepte. Zudem zeichnet sich eine steigende Tendenz bei der Preisentwicklung, insbesondere von Neodym, ab. Eine Unabhängigkeit von diesem Seltenerdmetall trägt also zu einer bedeutend stabileren Preiskalkulation bei.

Das Motto von Leantec lautet: „So leicht geht Antrieb“ – wenn der Rotor nicht 100 kg wiegt, sondern lediglich 800 g, liegt der Vorteil auf der Hand. Insgesamt ist die Masse des Antriebs verglichen mit Leistungsdaten anderer Konzepte um etwa 50 % reduziert worden.

Die Innovation liegt laut Dr. Michael Schmidt, Geschäftsführer von Bitsz Engineering und Sprecher des Wachstumskerns, in der Interdisziplinarität. Eine der Herausforderungen des Projekts ist die Großserienproduktion der Komponenten aus Sinter- oder Verbundwerkstoffen. Leistungssteigerung bei geringer Masse und minimiertem Bauraum ist einer der grundlegenden Schritte in Richtung Energie-, Material- und Ressourceneffizienz.

Konzept unterscheidet sich durch Werkstoffe und eigene Steuerung

Das Konzept von Leantec beruht auf fünf Elementen, die das Bündnis von konventionellen Motorherstellern unterscheiden:

  • Der Einsatz bisher im Motorenbau unüblicher Werkstoffe und Fertigungstechnologien: Hierzu zählen Verbundwerkstoffe und Sintermaterialien, die unter anderem zur deutlichen Massereduzierung beitragen. Der effiziente Einsatz der Rohstoffe ist für Elektroantriebe wichtig, um die verschärften gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen. Außerdem lassen sich so, angesichts der zu erwartenden steigenden Nachfrage durch die Weiterentwicklung der Elektromobilität und des verstärkten Einsatzes der elektrischen Antriebe als Alternative zu Fluidantrieben, entsprechende Kapazitäten schaffen.
  • Entwicklung einer eigenen Steuerung, mit deren Hilfe die elektronischen und die mechanischen Komponenten optimal aufeinander abgestimmt werden können.
  • Das große Kompetenzspektrum der Bündnispartner erlaubt auch die Durchführung der zur eigenen Antriebsentwicklung notwendigen wissenschaftlichen Grundlagenarbeiten im Hinblick auf Simulation und Auslegung der Motoren.
  • Der eigene Werkzeugmaschinen- und Vorrichtungsbau befördert die anwendungsorientierte Entwicklung.
  • Wichtige Schritte der Produktion werden im Hinblick auf die Großserienfertigung bereits im Wachstumskern vorbereitet.

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 33895380 / Antriebstechnik )

Themen-Newsletter Konstruktion abonnieren.
* Ich bin mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung einverstanden.
Spamschutz:
Bitte geben Sie das Ergebnis der Rechenaufgabe (Addition) ein.

Meistgelesene Artikel

Im Metall-3D-Druck-Zentrum von Audi

Aus der Praxis

Im Metall-3D-Druck-Zentrum von Audi

06.08.18 - Erfahrung und viel Eigeninitiative ist das Rezept von Audi zu einer erfolgreichen Additiven Fertigung im eigenen Haus. Wie sie es umsetzen, zeigt das 3D-Druck-Zentrum für den Metalldruck mit SLM-Verfahren. lesen

Diese Ansprüche stellen Ingenieurinnen an Arbeitgeber

Mint-Frauen

Diese Ansprüche stellen Ingenieurinnen an Arbeitgeber

03.08.18 - Sie lieben Technik und lösen mit Leidenschaft Probleme – für ihre Kunden. Doch in vielen Unternehmen fehlen Ingenieurinnen. Entwicklerinnen haben uns erzählt, was ihnen im Beruf wichtig ist. Ingenieurinnen wollen ... lesen

CE-Zeichen – und trotzdem nicht sicher

Fiessler

CE-Zeichen – und trotzdem nicht sicher

06.08.18 - Das Beispiel eines Maschinenimporteurs, der eine Gesenk­biegemaschine einführte, zeigt, dass man sich nicht immer auf das CE-Zeichen verlassen kann. Eine Überprüfung ergab, dass die Sicherheitssteuerung nicht vorschriftsgemäß in das Maschinenkonzept eingebunden war. Mit einer Nachrüstung konnte das Problem behoben werden. lesen