Honen Linearantrieb im Hubschlitten erhöht Geschwindigkeit beim Honen
Um den Honprozess als Hochgeschwindigkeitsbearbeitung zu realisieren, wurden die Rotationsgeschwindigkeit des Honwerkzeuges und im gleichen Verhältnis die Hubgeschwindigkeit gesteigert. Dazu kommt ein Linearantrieb zum Einsatz, der bis zu 40 Doppelhübe pro Sekunde leistet.
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Lange ist es her, dass im Bereich der Hontechnik wesentliche Neuerungen auf dem Markt erschienen sind. In den meisten zerspanenden Bearbeitungsprozessen wurden durch die High-Speed-Cutting-(HSC-)Technik Weiterentwicklungen mit immensen Vorteilen erreicht.
Durch Innovationen in Maschinen und Werkzeugen beim Hartdrehen, HSC-Fräsen, HSC-Drehen sowie HSC-Schleifen konnte eine signifikante Reduzierung der Bearbeitungszeiten erzielt werden. In der Hontechnik sind die Uhren jedoch stehen geblieben, wesentliche Fortschritte waren nicht erkennbar. Offensichtlich war die geringe Anzahl der Anbieter in diesem Segment ein Grund für den Innovationsstau.
Rotations- und Hubgeschwindigkeit beim Honen im gleichen Verhältnis steigern
Eine Neuentwicklung auf diesem Gebiet stellte jetzt der schwäbische Werkzeugmaschinenhersteller Degen gemeinsam mit dem Honexperten Bernhard Henzler aus Nürtingen vor. Das Ergebnis ist die neue Hochgeschwindigkeits-Honmaschine Vision Ultimate.
Dabei war schnell klar, dass es einen kleinen Schritt zum Hochgeschwindigkeitshonen nicht geben wird. Das Ziel lautete daher, ein Gesamtkonzept zu entwickeln, welches alle derzeitigen technischen Anforderungen des Marktes aufnimmt. Dabei standen die folgenden Punkte im Fokus der Neuentwicklung: Wiederverwendbarkeit, Skalierbarkeit, Standardisierung, Schlüsselloch, Überkapazität, Umrüstzeit, One Piece Flow, Lean Production, Flexibilität, just in time, Poke Yoke, Muda und Life Cycle Cost.
Honen als Hochgeschwindigkeitsbearbeitung realisiert
Um den Honprozess als Hochgeschwindigkeitsbearbeitung zu realisieren, war es grundsätzlich notwendig, die Rotationsgeschwindigkeit des Honwerkzeuges und im gleichen Verhältnis die Hubgeschwindigkeit zu steigern. Zur Realisierung war eine radikale Änderung der bisher bekannten Ausführungen notwendig:
- Mittels Hydrodehnspannfutter wird das Werkzeug direkt in der Honspindel gespannt.
- Der Rundlauf liegt unter 3 μm.
- Die innere Kühlmittelzuführung erfolgt durch die Spindel und das Werkzeug direkt an der Schneide.
- Die Drehzahl der Spindel reicht bis 12 000 min-1.
- Die Zustellstange zur Werkzeugaufweitung mit Kraftsensor ist extrem kurz.
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