Brandschutz Lithium-Ionen-Akkus richtig lagern

Redakteur: Robert Weber

Ohne die neuen Akkus geht in der Industrie nur noch wenig. Autobauer und Elektronikindustrie setzen auf die schnelle Ladetechnik. Doch für die Logistikabteilungen könnten die Speicher ein Problem werden, denn die Lagerung ist schwierig und wohl auch gefährlicher. Eine Studie gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen.

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Schock an Bord: Im Dreamliner sind Lithium-Ionen Batterien installiert, die Feuer fingen. Die Folge: Flugverbot.
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(Bild: NTSB)

Die Smartphones läuteten den Siegeszug der Lithium-Ionen-Akkus weltweit ein. Die Speichereinheiten in den mobilen Alleskönnern sind klein und effizient. Für die Logistiker stellen die leistungsarmen Akkus deshalb kein großes Problem dar. Es sind vor allem die großen Batterien, welche die Lagermitarbeiter vor neue Aufgaben stellen, denn die Speicher erfordern neue Brandschutzkonzepte.

Das ruft die Assekuranzen auf den Plan. Der Industrieversicherer FM Global hat die Lithium-Ionen-Lagerung unter die Lupe genommen. Das Ziel des Industrieversicherers: eine Studie zu Brandrisiken bei der Massenlagerung von Lithium-Ionen-Akkumulatoren, in der die konkreten Brandgefahren beschrieben und geeignete Schutzmaßnahmen empfohlen werden.

Von Lithium-Ionen-Akkumulatoren gehen besondere Brandgefahren aus

Die Versuche von FM Global zeigten unter anderem, dass von Lithium-Ionen-Akkumulatoren aufgrund ihrer brennbaren Elektrolytflüssigkeit mehrere besondere Brandgefahren ausgehen. So verhalten sich dicht aneinander gelagerte zylindrische Lithium-Ionen-Zellen und Polymerzellen im Brandfall anders als herkömmliche Lithium-Ionen-Akkus für Elektrowerkzeuge.

Werden zum Beispiel in Warenlagern große Mengen Lithium-Ionen-Akkus in Wellpappkartons gelagert, ist eine frühzeitige Brandlöschung und Kühlung der Akkumulatoren entscheidend, um einen Großbrand zu verhindern, heißt es in der Analyse. Zur effektiven Risikominimierung empfehlen sich daher Schutzkonzepte, die bei der Lagerung von Produkten und Materialien mit einem hohen Gefahrenpotenzial eingesetzt werden, wie beispielsweise automatische Sprinkleranlagen. Mit dieser Versuchsreihe gewinnen Versicherer frühzeitig wertvolle Erkenntnisse über die Brandgefahren einer Technologie, die sich zukünftig immer weiter durchsetzen wird.

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