Niedrigwasser-News Hier darf sonntags Lkw gefahren werden ...

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

Bekanntlich haben seit letztem Wochenende schon einige Bundesländer das Sonn- und Feiertags-Fahrverbot für Lkw gekippt. Hier nun ein aktueller Überblick zur Lage ...

Auch wenn für nächste Woche großflächigere Regengebiete erwartet werden, bleibt das Niedrigwasser in den Flüssen zunächst ein Problem für Transporte per Binnenschiff. Deshalb dürfen Lkw befristet auch sonntags fahren. Doch die Regeln sind nicht einheitlich ...(Bild:  KI-generiert)
Auch wenn für nächste Woche großflächigere Regengebiete erwartet werden, bleibt das Niedrigwasser in den Flüssen zunächst ein Problem für Transporte per Binnenschiff. Deshalb dürfen Lkw befristet auch sonntags fahren. Doch die Regeln sind nicht einheitlich ...
(Bild: KI-generiert)

Wegen der eingeschränkten Transportmöglichkeiten auf den Wasserwegen haben mehrere Bundesländer das Lkw-Fahrverbot an Sonn- und Feiertagen gelockert. In folgenden Bundesländern dürfen Lkws bis zum 31. August auch an Sonn- und Feiertagen Waren transportieren: Berlin, Brandenburg, Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen, Bayern und Baden-Württemberg. Doch es gibt Befristungen und verschiedene Regeln:

  • Während die Regelung in einigen Bundesländern schon am vergangenen Wochenende galt, tritt sie beispielsweise in Bayern erst am Wochenende in Kraft. Dort sind aber nur wirklich nötige Transporte erlaubt;
  • In Rheinland-Pfalz und im Saarland gilt die entsprechende Frist nicht bis Ende August sondern bis zum 30. September;
  • In Berlin, Brandenburg und Hessen gilt, dass für Lkw-Transporte, die nicht mit dem Niedrigwasser im Zusammenhang stehen, das Sonntagsfahrverbot bestehen bleibt;
  • In Hessen und Bayern betrifft die Lockerung außerdem nur Lastwagen mit einem Gewicht von über 7,5 Tonnen;
  • In Sachsen und Sachsen-Anhalt wurden zunächst keine entsprechenden Lockerungen beschlossen, aber in Thüringen darf neuerdings auch gefahren werden (bis zum 30. August).

Auch die Bahn will bei Transporten unterstützen

Die Deutsche Bahn bietet angesichts des Niedrigwassers auf mehreren Flüssen mit zusätzlichen Gütertransporten über die Schiene auch ihre Hilfe an, wie jetzt zu erfahren ist. Die Tochter DB Cargo könnte etwa ad hoc rund 400 Güterwagen zusätzlich mobilisieren, hat die dpa in Erfahrung gebracht. In weiteren Schritten könnten in den nächsten Monaten bis zu 500 weitere Güterwagen für ein langfristiges Vorhaltekonzept gegen Niedrigwasser bereitgestellt werden. Allerdings müsste die Finanzierung im Vorfeld geklärt werden. DB Cargo könnte damit kurzfristig bis zu 100 Binnenschiffe ersetzen, wie es weiter heißt. Mithilfe eines Vorhaltekonzepts könnte sich die Zahl verdoppeln lassen. Ein einziger Güterzug kann aufgrund höherer Umlaufgeschwindigkeit nämlich bis zu zehn Binnenschiffe ersetzen. Bei der DB Infrago gibt es wohl auch einen Sonderkoordinator Niedrigwasser, der besonders auf Nord-Süd-Verkehre entlang von Rhein und Elbe blickt und entsprechend steuert.

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