Zerspanung

Maschinen stecken selbst Crashs gut weg

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Stabiler Maschinenbau verzeiht Crashs

Gefragt, warum in einer Ausbildungswerkstatt mechanische Qualität so wichtig ist, erläutert Peter Frühschütz: „Wir haben mit unseren Azubis im ersten und zweiten Ausbildungsjahr klassische Anfänger und Anfängerinnen an den Werkzeugmaschinen. Heißt, da können auch mal Crashs passieren. Die Erfahrung hat uns gelehrt“, so Frühschütz weiter, „dass die FPS Maschinen sowas relativ gut wegsteckt. Wir mussten in einem solchen Fall tatsächlich nur den Fräskopf neu ausrichten.“

Ebenso wichtig ist der stabile FPS-Maschinenaufbau für die am Werkstück erzielbare, hohe Präzision. Die Hoerbiger-Lehrwerkstatt produziert nämlich auch Bauteile für Realanwendungen. Sie stellen Versuchsaufbauten für die hauseigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung her sowie Kleinserien von Anbauteilen für Blechkonstruktionen von externen Kunden. Hier muss teilweise eine hohe Maßgenauigkeit von einigen Hundertstelmillimeter zuverlässig erreicht werden. Für die FPS 425 Dualmaster ist das kein Problem, wie FPS-Vertriebsleiter Andreas Theofilidis bekräftigt:

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Mit absoluten Wegmesssystemen ausgestattet, weisen diese Maschinen bei Kreisformtests sogar eine Präzision von unter einem Hundertstelmillimeter nach.

Andreas Theofilidis, FPS-Vertriebsleiter

Die manuelle Bedienung der Fräsmaschinen hat für die Ausbilder von Hoerbiger inzwischen eine untergeordnete Bedeutung. Ähnlich wie beim händischen Feilen geht es hier nur darum, das richtige Gefühl für Material und Maschine zu bekommen.

Aus diesen Gründen haben wir uns entschieden, auf die von FPS angebotenen mechanischen Handräder zu verzichten und lediglich elektronische Handräder zu verwenden. Man spürt damit beim händischen Fräsen zwar nicht so direkt den Widerstand des Materials, aber uns sind im Hinblick auf die praktischen Lerneffekte andere Punkte wichtiger.

Peter Frühschütz, Ausbildungsleiter bei der Hoerbiger Deutschland Holding GmbH

Dazu zählt beispielsweise die Highend-CNC Sinumerik One. Dank dieser Steuerung sind die FPS 425 Dualmaster für sehr lange Zeit auf dem neuesten Stand. Mit dem Touchscreen an der Benutzereinheit kommen unsere Azubis sofort zurecht. Für Zerspanungsmeister Markus Domesle ein Grund, warum sie auch bei der CNC-Programmierung enorm schnell Fortschritte machen. Dabei lernen sie sowohl G-Code als auch Arbeitsschrittprogrammierung.

Domesle hebt die moderne Shopmill-Oberfläche von Siemens positiv hervor und erklärt: „Es ist unglaublich, wie intuitiv sich damit arbeiten lässt. Tatsächlich programmieren und fertigen unsere Lehrlinge und Praktikanten damit schon nach dem ersten Schulungstag selbstständig die Oberfläche eines Mensch-ärgere-Dich-nicht-Spiels.“

Im Laufe der Ausbildung programmieren die angehenden Zerspanungsmechaniker viele komplexe Bauteile auf unterschiedlichen Wegen. Ist das CNC-Programm fertig gestellt, betrachten sie den Zerspanungsvorgang als Bildschirmsimulation und zeigen es dann dem Meister. Gibt dieser seine Freigabe, müssen sie nur noch die Komplettumhausung schließen und den Startknopf drücken. Schon beginnt der Fräsvorgang.

Wesentlich geringerer Putzaufwand

Dank der großen Sichtfenster können stets mehrere Personen gleichzeitig die Bearbeitung beobachten. Späne und Kühlschmiermittel bleiben in der Maschine. Ein Vorteil, den die Auszubildenden schon nach kurzer Zeit zu schätzen wissen, wie Peter Frühschütz mit einem Schmunzeln erklärt: „Der Putzaufwand um die Maschine herum ist wesentlich geringer als anderswo.“

Für den Ausbildungsleiter und seine Meister ist in diesem Zusammenhang die Arbeitssicherheit viel wichtiger: „Selbst bei einem Crash kann nichts passieren, da die FPS 425 Dualmaster rundum geschlossen sind und dank dem Softwaretool Safety Integrated mit offener Türe ein CNC-Programm niemals gestartet werden kann.“ Ist das Bauteil fertig, gilt es nur noch, es aus der Maschine zu nehmen und die Maßhaltigkeit zu prüfen.

* Wolfgang Klingauf ist freier Autor.

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