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Kritische Einordnung der Hebelsystematik
Der reinen Lehre folgend, empfehlen sich bestimmte Sparhebel für bestimmte Unternehmenssituationen. Eine gängige Systematik zur Kategorisierung von Warengruppen ist die 2 x 2-Matrix (Bild 3). Eine Achse bildet die strategische Bedeutung der Warengruppe für das Unternehmen ab und die andere die Komplexität des Einkaufsmarktes:
Aufgrund der dargestellten Systematik wird häufig empfohlen, bei einer geringen Einkaufsmarktkomplexität die Standardhebel einzusetzen (Bild 4). Fortschrittliche Hebel sollen in diesem Fall – wenn überhaupt – erst später angewendet werden.
Fortschrittlichere Hebel bei komplexeren Prozessen einsetzen
Wer solchen Hinweisen folgt, verschenkt unter Umständen enorme Einsparpotenziale. Das sei am Beispiel eines Versicherungsunternehmen und seines Printbedarfs illustriert: Allein in Deutschland kamen für das Erstellen der Printprodukte der Versicherung Tausende von Druckereien als Lieferanten in Frage. Zudem boten zahlreiche Druckereien aus dem Ausland ihre Dienste an.
Für die Versicherung hatte die Warengruppe „Print“ eine hohe strategische Bedeutung, weil das Geschäft weitgehend über gedruckte Versicherungsanträge, Broschüren und Flyer abgewickelt wird. Aufgrund der enorm hohen Zahl an Druckereien ist im Printbereich der Wettbewerb hoch und die Einkaufsmarktkomplexität daher gering.
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