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Grundsätzlich stehen mehrere Varianten der Eigenkapitalfinanzierung zur Auswahl: die Beteiligungsfinanzierung über den privaten oder den öffentlichen Markt einerseits und andererseits hybride Finanzierungskonstruktionen mit Nachrangcharakter, die sogenannten Mezzanine-Finanzierungen. Bei der Finanzierung durch Beteiligungskapital werden in der Regel weitere Gesellschafter aufgenommen, wobei die Unterscheidung nach Stimmrechten erfolgt.
Mezzanine-Finanzierung: Mix aus Eigen- und Fremdfinanzierung
Bei stimmrechtsrelevanten Beteiligungen erhält das Unternehmen nicht nur das benötigte Kapital, sondern gleichzeitig das Know-how eines Investors, mit dem es neue Märkte erobern oder neue Geschäftsfelder aufbauen kann. Gerade bei Wagniskapital in der Gründung oder bei Private Equity in der Expansionsphase kann zusätzliches Wissen den Unternehmenserfolg positiv beeinflussen. Dieser Vorteil wiegt das Mitspracherecht, das ein strategischer Investor durch seine Beteiligung erhält, sowie die Verwässerung der Gesellschaftsanteile ein Stück weit auf.
Eine Mischform zwischen Eigen- und Fremdkapitalfinanzierung stellt eine Mezzanine-Finanzierung dar. Mezzanine-Kapital ist gegenüber anderen Gläubigern nachrangig und stärkt die Eigenkapitalposition, ohne den Investoren dafür Stimmrechte einräumen zu müssen. So bleibt das Unternehmen weitgehend unabhängig.
Bankenunabhängiges Fremdkapital gibt es auch durch die Ausgabe einer Anleihe. Allerdings bietet das nur wenigen Unternehmen eine Alternative. Profitieren können bekanntere Unternehmen mit einem Finanzbedarf von mehr als 20 Mio. Euro. Zwar braucht das Unternehmen dafür keine Sicherheiten, es muss jedoch von seiner Gewinnperspektive her in der Lage sein, diese Anleihen bei Fälligkeit wieder auszulösen.
Zinsgünstige Darlehen mit einer langfristigen Laufzeit bieten die zahlreichen Förderprogramme des Staates. Allein in Deutschland gibt es an die 2000 verschiedene Programme, durch die unterschiedliche Personen, Unternehmen, Institutionen oder Regionen unterstützt werden sollen. Um diese Mittel zu erhalten, hilft beispielsweise ein Fördermittelberater weiter oder ein Blick auf die Förderdatenbank des Wirtschaftsministeriums. Es gibt aber auch geförderte Beratung, die dabei hilft, sinnvolle Finanzierungs- oder Geschäftsstrukturen aufzubauen und zu verbessern.
Vom Staat oder der EU geförderte Kredite benötigen kaum Sicherheiten
Vom Staat oder der EU geförderte Kredite haben dabei immer den Vorteil, dass sie nur wenige bis kaum Sicherheiten benötigen, die Garantien dafür von den Förderinstituten zu einem großen Teil übernommen werden und sich damit für das Unternehmen größere Handlungsspielräume eröffnen.
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