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Pneumatik Mit Miniaturpneumatik den Energieverbrauch senken

Autor: Stefanie Michel

Zum Jubiläum von 40 Jahren SMC Deutschland und 10 Jahren German Technical Center (GTC) lud der Pneumatik-Hersteller zu sich ein. Dort wird deutlich, welche Bedeutung die beiden Schlagworte Energieeffizienz und Industrie 4.0 bei der Entwicklung neuer SMC-Produkte haben.

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Was treibt das Unternehmen an und was fordern die Kunden? SMC zeigte, wie man selbst auf die aktuellen Anforderungen reagiert.
Was treibt das Unternehmen an und was fordern die Kunden? SMC zeigte, wie man selbst auf die aktuellen Anforderungen reagiert.
(Bild: Olaf Hermann)

Der Pneumatik-Spezialist SMC hat 2018 ein Doppeljubiläum zu feiern: 40 Jahre SMC Deutschland und 10 Jahre German Technical Center (GTC). Das war Grund genug, zu einem Pressetag nach Egelsbach einzuladen, um den anwesenden Journalisten zu zeigen, wie man sich die Zukunft der Automatisierung im Hinblick auf die Pneumatik vorstellt: immer kleinere, effizientere Produkte, die sich in eine Industrie-4.0-Umgebung einfügen.

Energieeffizienz als Entwicklungstreiber

Ein zentrales Thema in der Automatisierung ist für SMC die Miniaturpneumatik, denn sie ist der Schlüssel für eine effizientere Industriepneumatik. Die bereits entwickelten Kleinstkomponenten, die oftmals nicht größer als ein Zuckerwürfel sind, reduzieren durch den kleineren Bauraum und das geringere Gewicht wiederum die verbrauchte Druckluft. Leichtere Ventile lassen sich beispielsweise auch auf einen Roboter montieren, was Leitungen und Energie einspart und gleichzeitig die Taktzeit durch kürzere Wege erhöht.

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Wie der Innovation Engineer Thorsten Hergenröther berichtet, wird SMC von Kunden immer wieder darauf angesprochen, wie man denn zum Trend hin zur Elektrifizierung des Antriebsstrangs steht – SMC biete schließlich auch elektrische Antriebe an. „Durch elektrische Antriebe lässt sich die Energieeffizienz von Anlagen nicht grundsätzlich steigern. Finanziell rechnet sich eine Investition in die Elektrik – wenn überhaupt – erst nach vielen Jahren“, so Hergenröther. „SMC bietet pneumatische Technik an, um den Energieverbrauch zu senken und des Ausstoß von Treibhausgasen zu senken. Kleiner, leichter, effizienter – das treibt uns seit dem Kyoto-Protokoll aus dem Jahr 1997 um.

Predictive Maintenance mithilfe eines digitalen Zwillings

Neben der Energieeffizienz ist auch die Digitalisierung ein weiterer großer Treiber für die Entwicklung bei SMC. Man setzt als Grundlage auf I/O-Link für die Vernetzung und bietet die entsprechenden Devices dafür an. Als Anwendungsbeispiel für den Nutzen der Digitalisierung stellte Sven Haindl, Sales Application Engineer Servo Technology, eine Predictive-Maintenance-Lösung mithilfe eines digitalen Zwillings vor.

Dieser Zwilling läuft sozusagen „parallel“ in einer virtuellen Welt und kann somit Fehler detektieren und diese melden. Da alle Informationen zum Produkt beziehungsweise zur Maschine am digitalen Zwilling hinterlegt sind, erhält der Instandhalter hierüber auch alle Informationen zur Behebung des Problems. Um Störungen schon im Vorfeld zu verhindern, wurden beispielsweise an den Ventilinseln Speicher eingebaut, die die Schaltungen zählen und somit benachrichtigen können, wann das Ende der Lebensdauer naht. Zwar wird dann wahrscheinlich immernoch ein Ventil ausgetauscht, das noch funktioniert, doch die Pneumatik ist ein sehr kostensensitiver Bereich, sodass Sensorik zur Messung des Zustands eines Ventils nicht eingebaut wird, so SMC.

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Über den Autor

 Stefanie Michel

Stefanie Michel

Journalist, MM MaschinenMarkt