Schaeffler Mit Stellenabbau und Strukturmaßnahmen Industriebereich auf Wachstumskurs bringen

Redakteur: Stefanie Michel

Die Sparte Industrie bei Schaeffler kommt nicht richtig in die Gänge. Deshalb kündigt das Unternehmen weitere Maßnahmen mit Fokus auf Konsolidierung der Werkestrukturen in den Regionen Europa und Americas sowie den Abbau von Stellen in industrienahen Verwaltungsbereichen an.

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Dr. Stefan Spindler, CEO der Sparte Industrie, will durch Kostensenkungen und bessere Kapazitätsauslastung die EBIT-Marge bis 2018 auf 10 bis 11 % verbessern.
Dr. Stefan Spindler, CEO der Sparte Industrie, will durch Kostensenkungen und bessere Kapazitätsauslastung die EBIT-Marge bis 2018 auf 10 bis 11 % verbessern.
(Bild: Schaeffler)

Ausgehend von den weiter schwachen wirtschaftlichen Marktbedingungen und dem unbefriedigenden Ergebnis der Sparte Industrie in den ersten neun Monaten des Jahres 2016 hat der Vorstand der Schaeffler AG beschlossen, die Maßnahmen zur Revitalisierung der Sparte Industrie zu verstärken.

Nachdem im Rahmen des Programms „Core“ eine erste Welle von Kostensenkungsmaßnahmen vor allem in Deutschland weitgehend umgesetzt ist, soll darüber hinaus eine zweite Welle von Maßnahmen aufgesetzt werden, die auch Regionen außerhalb Deutschlands und Funktionsbereiche betrifft, die nicht direkt der Sparte Industrie zugeordnet sind. Ziel ist es, die Strukturen im Industriegeschäft weiter zu verschlanken, Herstellungs- und Verwaltungskosten zu verringern und so das Ergebnis der gesamten Sparte Industrie nachhaltig zu verbessern.

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Dazu ist geplant, die Werksstrukturen in den Regionen Europa und Americas zu konsolidieren und Stellen in den industrienahen Verwaltungsbereichen abzubauen. Insgesamt wird im Rahmen der zweiten Welle mit einem Abbau von etwa 500 Stellen gerechnet.

Ergebnis der Sparte in den nächsten drei Jahren um 60 Mio. Euro verbessern

Durch die Maßnahmen soll das Ergebnis der Sparte in den nächsten drei Jahren nachhaltig um rund 60 Mio. Euro verbessert werden. Der Dialog mit den relevanten Arbeitnehmervertretungen wurde eingeleitet. Die Höhe der erforderlichen Restrukturierungsrückstellungen steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest.

Gleichzeitig werden im Rahmen des Programms „Core“ die Maßnahmen forciert, die die Sparte Industrie trotz der aktuell schwierigen Marktbedingungen auf einen Wachstumskurs zurückführen sollen. Dazu gehören unter anderem Produktstrategien zur Auslastung der vorhandenen Kapazitäten mit neuen und kostenoptimierten Produkten. Dazu sagte Dr. Stefan Spindler, Mitglied des Vorstands der Schaeffler AG und CEO der Sparte Industrie: „Wir haben uns vorgenommen, die EBIT-Marge der Sparte Industrie bis 2018 auf 10 bis 11 % zu verbessern. Das wird nur gelingen, wenn wir bei stabilen Marktverhältnissen unsere Kosten weiter optimieren, die vorhandenen Kapazitäten besser auslasten und zugleich unsere Vertriebsanstrengungen forcieren.“

Sparte Industrie ist integraler Bestandteil des Geschäftsmodells von Schaeffler

Die Sparte Industrie beschäftigt aktuell rund 6700 Mitarbeiter in direkten und indirekten Bereichen. Neben sieben Werken, die direkt der Sparte Industrie zugeordnet werden, wird die Sparte Industrie aus insgesamt 36 Werken des Bereiches Bearing & Components Technologies beliefert. Dieser Bereich bündelt als interner Zulieferer einen Großteil der Wälzlager-Produktion der Schaeffler Gruppe und versorgt sowohl die Sparte Automotive als auch die Sparte Industrie mit Wälzlagerprodukten. Darüber hinaus wird ein Großteil der Dienstleistungen und Support-Aufgaben, die von der Sparte Industrie genutzt werden, von Einheiten zur Verfügung gestellt, die nicht unmittelbar der Sparte Industrie zugeordnet sind.

Dazu sagte Klaus Rosenfeld, Vorsitzender des Vorstands der Schaeffler AG: „Die Sparte Industrie ist integraler Bestandteil des Geschäftsmodells der Schaeffler Gruppe und unserer Strategie ‚Mobilität für morgen‘. Wir werden weiter alles daran setzen, die Sparte Industrie auf einen nachhaltigen Erfolgskurs zurückzuführen.“

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