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Das Zulieferunternehmen hat verschiedene Systeme für den Transport von Schwerlasten verglichen und sich schließlich für die Lösung von Kuka entschieden. Der Vorteil des Omnimove-Systems ist, dass es aufgrund seiner Radgeometrie und seines Antriebssystems in jede Richtung sehr genau fahren kann. Mit einem Radschemel bestünde das Problem, dass dieser nicht ganz genau auf den Endpunkt zufahren würde und der angetriebene Drehkranz immer nachjustiert werden müsste.
Riesige Aushärtewerkzeuge für die Produktion überdimensionaler Flugzeugschalen, die später im Autoklav gehärtet werden, müssen bei Premium Aerotec bewegt werden. Es handelt sich dabei um Werkzeuge in der Größenordnung von mehr als 30 t. Transportiert werden aber auch Positivwerkzeuge mit über 40 t Gewicht und ein Stringer-Set-Tool, das später die ausgehärteten Stringer aufnimmt und in die Schale übergibt.
Werkzeugpositionierung im Autoklaven bis auf ± 6 mm genau
Dazu werden mit dem Kuka-Omnimove verschiedene Arbeitspositionen beziehungsweise verschiedene Arbeitsplätze angefahren. Die Werkzeuge müssen mit einer Genauigkeit von ± 6 mm angesetzt werden. Mit keinem anderen Transportsystem konnte Premium Aerotec so genau arbeiten. Optische Spurführung, Positionierhilfen und mechanische Führungselemente ermöglichen sogar eine Positioniergenauigkeit von ± 2 mm. Eine automatische Nutzung des Fahrzeugs ist aufgrund der sehr hohen Lasten aus sicherheitstechnischen Gründen nicht gewünscht, deshalb wird es von einem Mitarbeiter manuell gesteuert.
Im Premium-Aerotec-Werk in Nordenham werden mit einem weiteren Kuka Omnimove 45 t bewegt. Dort handelt es sich um eine Variante mit Hubeinrichtung. So ist jede Arbeitsposition in bis zu 2,3 m Höhe einfach und sicher zu erreichen. Weil der Wechsel der Fahrzeugposition auch bei angehobener Arbeitsbühne vorgenommen werden kann, ersparen sich die Anwender außerdem viel Zeit.
* Robert Witte ist Manager Business Development Omnimove bei der Kuka Roboter GmbH in 86165 Augsburg
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