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Montagetechnik

Mobile Flexibilität im Montageprozess

| Redakteur: Bernd Maienschein

Ein Schlüsselfaktor für die erfolgreiche Umsetzung des One-Piece-Flow-Prinzips in der Baugruppenmontage ist der Einsatz flexibler Handling- und Positioniersysteme. Einzelne Mitarbeiter können damit eine möglichst große Anzahl von Prozessschritten abdecken. Bei Donaldson Filtration Deutschland erfüllt diese Aufgabe heute das mobile Hebe- und Handhabungssystem „lift2move“ von Expresso.

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Dreh- und Angelpunkt der neuen One-Piece-Flow-Montage von Donaldson Filtration Deutschland ist der „lift2move“mit einer flexiblen Spannvorrichtung für die unterbrechungsfreie Montage kleiner und großer Modelle von Adsorptionstrocknern.
Dreh- und Angelpunkt der neuen One-Piece-Flow-Montage von Donaldson Filtration Deutschland ist der „lift2move“mit einer flexiblen Spannvorrichtung für die unterbrechungsfreie Montage kleiner und großer Modelle von Adsorptionstrocknern.
(Bild: Kreidel Communication)

Bei der klassischen Fließbandmontage verbringt ein Mitarbeiter seinen Arbeitstag an ein und demselben Platz und bekommt nur einen winzigen Ausschnitt der Produktentstehung zu Gesicht. Beim One-Piece-Flow-Prinzip (OPF) hingegen begleitet er eine Baugruppe über viele Prozessschritte bis zum Endprodukt – bestenfalls ohne Unterbrechung. So klingt es zumindest, wenn Theoretiker diese Methode des Lean Manufacturing preisen.

Aufbau einer effizienten Vor- und Endmontage

In der Praxis sind es dann Ingenieure wie Volkmar Pilnay und sein Manufacturing-Engineering-Team, dem als Manager von Donaldson Filtration Deutschland die Aufgabe zufiel, am Standort Haan eine neue OPF-Linie für die Montage kompakter Adsorptionstrockner zu installieren. Sein Kollege, Werksleiter Peter Schaaf, berichtet: „Unser primäres Interesse galt der Zielsetzung, eine hochflexible und effiziente Vor- und Endmontage für sämtliche Trocknermodelle unserer Marke Ultrapac Smart aufzubauen.“

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Eine gewisse Brisanz liegt dabei im Wörtchen „sämtliche“. Denn zum einen beinhaltet die erwähnte Produktlinie mehrere kleine und große Basisgeräte verschiedener Gewichtsklassen; zum anderen gleicht kaum ein Trockner dem anderen, da maximale Kundenorientierung ein Kern der Marke ist und fast jedes Gerät im Rahmen seines modularen Designs spezifisch konfiguriert wird. Für die Ingenieure um Pilnay war daher klar, dass man für die neue One-Piece-Flow-Linie ein extrem funktionelles und variables Montagesystem benötigte. „Es sollte nicht nur viele Prozessschritte abdecken, sondern auch die Flexibilitätsansprüche unserer Produktphilosophie umsetzen können“, so Pilnay.

Ein Kandidat und viele Fragen

Im Rahmen ihrer Markterkundung stieß das Donaldson-Team auf das mobile Hebe- und Handhabungssystem „lift2move“ des Kasseler Herstellers Expresso. Hierbei handelt es sich um einen Vorreiter jener Generation von Flurförderzeugen, die sich dank ihrer modularen Konstruktion für viele intralogistische Anforderungen maßschneidern lassen. Je nach Ausführung können damit mit Manipulatoren oder auf Paletten bis 400 kg Nutzlast bewegt werden.

Insbesondere weckte es das Interesse des Donaldson Teams, dass ein einziger lift2move durch das kinematische Zusammenspiel seines elektrisch betriebenen Hubmasts mit manuellen oder elektro-mechanischen Lastaufnahmen eine Vielzahl unterschiedlicher Handlingaufgaben (Heben, Wenden etc.) ausführen und dabei zugleich als handgeführtes Vorschubsystem für Transportarbeiten agieren kann. Auf den ersten Blick sah das alles recht vielversprechend aus. Aber eignete sich dieser Akku-betriebene Akteur tatsächlich für den One-Piece-Flow-Dauereinsatz? Ließ sich damit das volle Spektrum der teilweise sehr speziellen Hebe- und Haltetätigkeiten der Trockner-Montage abdecken? Konnten mit dieser Lösung auch die Vorgaben an Ergonomie und Arbeitssicherheit erfüllt werden? Und bliebe am Ende genug planerische Freiheit für die weitere Umgestaltung der Montagelinie?

Immer den kompletten Durchlauf

Die Fragen aus Haan fanden Gehör bei Oliver Stauch-Vaupel, dem für „lift2move“-Projekte zuständigen Geschäftsbereichsleiter bei Expresso. Gemeinsam mit Kollegen vom Vertrieb nahm er sich der Sache an und machte sich bei Vor-Ort-Visiten und ersten Gesprächen ein Bild von der Bedarfslage.

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