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Teilereinigung

Modifizierter Alkohol sichert die Wertschöpfung

| Autor / Redakteur: Markus Gruber, Alexander Weidner und Norbert Schmidt / Josef-Martin Kraus

(Bild: Schmidt)

Die Kombination von Vakuumanlage und modifiziertem Alkohol ermöglicht den Spagat zwischen hoher Bauteilsauberkeit und Schnelligkeit. Das verdeutlichen Metallteile mit teilweise winzigen Bohrungen für Messgeräte. Sie zeigen auch, dass eine Abkehr vom Lösemittel PER machbar ist.

Selbst kleinste Schmutzpartikel können teure Teile wertlos machen, weil sich diese nicht mehr sicher schweißen, kleben oder beschichten lassen. Deshalb hat die Wika Alexander Wiegand SE & Co. KG, Klingenberg, die Entscheidung getroffen, sich in der Teilereinigung von ihrer Altanlage zu trennen, die mit dem CKW-Lösemittel PER arbeitet. Die Leistungsfähigkeit der Anlage stieß an ihre Grenzen, sowohl was die Kapazität als auch die Oberflächensauberkeit anbelangte (Bild 1).

Alkohol erzielt beste Reinigungsergebnisse bei metallischen Drehteilen

So hat der Hersteller von Druck-, Temperatur- und Füllstands-Messtechnik in eine Teilereinigung mit modifiziertem Alkohol investiert (Bild 2 – siehe Bildergalerie). Verschmutzt mit den im Haus gebräuchlichen Kühlschmierstoffen und Schneidölen wurden damit in Versuchen die besten Ergebnisse bei Metallteilen erzielt, insbesondere bei Teilen mit winzigen erodierten Bohrungen (0,2 mm Durchmesser). Sie müssen entfettet werden. So, wie die Teile aus der Drehmaschine fallen, können sie nicht weiterverarbeitet werden.

Die Anforderungen an die Bauteilsauberkeit haben bei Wika in den vergangenen Jahren permanent zugenommen. Damit ist in den Versuchen der modifizierte Alkohol als Reiniger am besten zurechtgekommen (Bild 3).

Vor allem die Ausmusterung der PER-Anlage war ein erklärtes Ziel. Sie wurde störanfällig, die nachfolgenden Fertigungsbereiche von Wika kamen immer schwerer mit dem Reinigungsergebnis zurecht. Zusätzlich sollte mit der Ausmusterung der erste Schritt zur Abschaffung des CKW-Lösemittels PER bewerkstelligt werden.

Teilereinigung mit modifiziertem Alkohol punktet auch bei Schnelligkeit und Preis

Eine weitere Anforderung lag in der Schnelligkeit, die Teilereinigung muss Leistungsspitzen auffangen können. Zusammen mit der Reinigungsqualität war das für die Anlageninvestition von entscheidender Bedeutung. Ausgewählt wurde schließlich die Reinigungsanlage R1 des Herstellers Pero. Sie machte unter anderem bei der Reinigung sogenannter Tronic-Teile (elektronische Druckmesstechnik) und C-Federn von Wika „das Rennen“. Ein Kriterium war dabei das Preis-Leistungs-Verhältnis.

Die Anlage ist für die Feinstreinigung ausgelegt. So können damit Bauteile gereinigt werden, die einen Höchstwert an Sauberkeit benötigen. Das betrifft vor allem Plattenfedern (Bild 4), Tronic-Teile sowie Oberteile für Druckmittler. Ziel ist es jedoch, die Anlage für das komplette Bauteilspektrum einzusetzen. Derzeit wird etwa ein Viertel der C-Federn, die dort jährlich hergestellt werden, über die Reinigungsanlage von Pero gefahren, weil eine zweite, noch vorhandene, wässrige Anlage mit den Stückzahlen überfordert ist. Deshalb hält man beim Hersteller von Druck-, Temperatur- und Füllstands-Messtechnik die Anschaffung einer weiteren Reinigungsanlage R1 für durchaus realistisch.

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