Sonderwerkzeuge Müller Präzisionswerkzeuge holt größten Einzelauftrag

Redakteur: Mag. Victoria Sonnenberg

Ein kanadisches Unternehmen setzt mit der Erstausstattung einer neuen Fertigungslinie in den USA erneut auf Müller. Das Auftragsvolumen ist der größte Einzelauftrag in der Firmengeschichte.

Firmen zum Thema

Für die Erstausstattung liefert Müller ein breites Spektrum aus VHM-Bohrern, VHM-Stufenbohrern, VHM-Reibahlen, VHM-Schaftfräsern und HSS-Bohrern in unterschiedlichsten Dimensionen in die USA.
Für die Erstausstattung liefert Müller ein breites Spektrum aus VHM-Bohrern, VHM-Stufenbohrern, VHM-Reibahlen, VHM-Schaftfräsern und HSS-Bohrern in unterschiedlichsten Dimensionen in die USA.
(Bild: Müller Präzisionswerkzeuge GmbH)

Das kanadische Unternehmen produziert unter anderem Verbrauchsverpackungen für Lebensmittel, Getränke und Konsumgüter. Auch Automobilhersteller beziehen von dort Formteile wie Stoßstangen, Gitter, Rückleuchten, Armaturenbretter, Getränkehalter und Bedienelemente. Darüber hinaus werden elektronische Gehäuse und Baugruppen für Geräte, Spielsysteme, PCs, Laptops, Kinderspielzeug, Fernseher und Smartphones leichter, leistungsfähiger und langlebiger gemacht. Das kanadische Unternehmen hat auch mehrere Produktionsstandorte in Europa.

Den Produktionsstandort des Kunden in Luxemburg beliefern wir schon seit Jahrzehnten wöchentlich mit unseren Produkten. Der Kunde nutzt auch unseren Werkzeug-Wiederaufbereitungsservice regelmäßig. Dadurch hat sich eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit entwickelt.

Sandra Franz, Vertriebsinnendienst bei Müller

Auch andere Standorte in Asien werden regelmäßig sowohl mit Neuwerkzeugen als auch mit wiederaufbereiteten Werkzeugen versorgt. Aufgrund der langjährigen erfolgreichen Zusammenarbeit entschied man sich, Müller auch mit der Erstausstattung einer neuen Produktionslinie in den USA zu beauftragen.

Für eine Erstausstattung wird eine Vielzahl an Werkzeugen benötigt. Müller liefert deshalb ein breites Spektrum aus VHM-Bohrern, VHM-Stufenbohrern, VHM-Reibahlen, VHM-Schaftfräsern und HSS-Bohrern in unterschiedlichsten Dimensionen in die USA. „Das ‚kleinste‘ Werkzeug hat einen Durchmesser von 2,51 mm. Das ‚größte‘ Werkzeug liegt bei einem Durchmesser von 35,9 mm. Dazwischen ist alles vertreten“, beschreibt Franz den Lieferumfang.

Bei Müller wird damit gerechnet, dass die Kooperation weiter ausgebaut werden kann. „Die Erstausrüstung wird benötigt, um die Produktion hochzufahren und deckt den Werkzeugkreislauf ab. Hierzu gehören der Sicherheitsbestand vor Ort, die Werkzeuge auf dem Transportweg zum und vom Nachschleifer und der Verbrauch während der Wiederbeschaffungszeit“, erläutert Franz den Umfang des ersten Bestands. Da Werkzeuge im Einsatz stetigem Verschleiß ausgesetzt sind, müssen diese früher oder später ersetzt oder wiederaufbereitet werden. „Wir gehen deshalb stark davon aus, dass zeitnahe Folgebestellungen ausgelöst werden, um die verbrauchten Werkzeuge zu ersetzen. Außerdem hoffen wir trotz der großen Entfernung darauf, dass auch unser Wiederaufbereitungsservice wahrgenommen wird. Die Standorte in Luxemburg und Asien greifen bereits darauf zurück“, so Franz weiter.

Dieser Auftrag ist als einzelner Posten und in dieser Höhe außergewöhnlich für uns. Allerdings zeigt sich in den letzten Monaten, dass wir sehr davon profitieren, dass wir beim Portfolio und unseren Leistungen für verschiedene Branchen breit aufgestellt sind.

Mathias Schmidt, Geschäftsführer der Müller Präzisionswerkzeuge GmbH

„Das Kerngeschäft bei Müller bleibt die Automobilindustrie. „Darüber hinaus sind wir aber auch in anderen Branchen wie der Automation, der Hydraulik- und Pneumatik-Industrie, der Medizintechnik oder, wie in diesem Fall, der Verpackungs- und Lebensmittelindustrie vertreten. Das zahlt sich langfristig aus“, erläutert Schmidt. „Die Krise hat die ganze Werkzeugbranche hart getroffen. Aber durch unser breites Portfolio und unsere langjährigen Beziehungen mit unseren Partnern sind wir relativ gut durch 2020 gekommen. Und in der zweiten Jahreshälfte 2021 wird in der Branche mit einer teilweisen Erholung des Marktumfelds gerechnet. Solche Aufträge wie die Erstausstattung der Fertigungslinie in den USA ist das Ergebnis qualitativ hochwertiger Arbeit und des Einsatzes des gesamten Teams – und für unsere wirtschaftliche Lage eine überaus positive Nachricht“, erläutert Schmidt.