Standortoptimierung Nachhaltig produzieren in revitalisierten Gewerbegebieten
Die Agglomeration von innovativen Unternehmen in Gewerbegebieten bietet Potenziale zur Einsparung von Energie, Ressourcen und Kosten. Neue Perspektiven überbetrieblicher Kooperation ermöglichen gemeinsame, nachhaltige Projekte. Die Revitalisierung von Gewerbegebieten sorgt für ein nachhaltiges Produktionsumfeld.
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Die im Aufschwung der sechziger bis achtziger Jahre entstandenen Industrie- und Gewerbegebiete sind heute immer noch gefragte Standorte, in denen internationale Konzerne, Industrieunternehmen, kleine Handwerkerbetriebe, IT-Experten, Weltmarktführer und Familienunternehmen arbeiten. Dabei ist die Zahl der Gebiete bis heute beträchtlich gewachsen. Die sicher mehr als 50.000 Industrie- und Gewerbegebiete haben große Bedeutung für die Städte. Sie schaffen Arbeitsplätze, Innovation und Image. Oft bringen sie sogar mit unternehmerischem Engagement Kunst, Kultur und Leben in die Stadt und tragen mit der Gewerbesteuer maßgeblich zum Gelingen der städtischen Entwicklung bei.
Wenig Aufmerksamkeit auf Qualität der Standorte
Eigentlich kaum zu glauben, dass diesen Standorten und deren Qualitäten in den vergangenen Jahrzehnten eher wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde – sie vielleicht sogar die Stiefkinder der nachhaltigen Stadtentwicklung sind. Auf den in die Jahre gekommenen Flächen verschärfen sich die Bedingungen: schlechte überregionale Verkehrsanbindung, mangelhafte Erreichbarkeit für die Mitarbeiter, marodes Straßensystem, veraltete technische Infrastruktur, energieträchtige Gebäude, schlechtes Erscheinungsbild, mangelnde Aufenthaltsqualität, fehlende Betreuungsmöglichkeiten, nachbarschaftliche Konflikte – allein schlechte Datenverbindungssysteme schaffen oft große Standortnachteile für die Unternehmen.
Während seit Jahren die unternehmensbezogenen Kompetenzen im nachhaltigen Wirtschaften, Energie- und Ressourceneffizienz stark wachsen, kann die Leistungsfähigkeit der Standorte nicht mehr mithalten – ein Downgrading-Prozess, der die Unternehmen, die Funktion der Stadt und den regionalen Arbeitsmarkt schwächt und oft zur Abwanderung führt – mit allen ökonomischen, sozialen und auch ökologischen Folgen.
Gemeinschaftliches Einsparen von Energie, Ressourcen und Kosten kaum genutzt
Natürlich gibt es auch die anderen, repräsentativen Standorte mit glänzenden Fassaden, hochmoderner Gebäudetechnik, ressourcen- und energieeffizienten Produktionsprozessen und Null-Energie-Häusern, auf deren Dächern und Fassaden Strom aus der Sonne und Wärme in hocheffizienten Wärmenetzen geliefert wird. Unternehmen, die mit viel Know-how und Wissenstransfer leistungsfähige Netzwerke aufbauen und internationale Kooperationen pflegen. Jedoch, bei näherer Betrachtung der so unterschiedlichen Standorte stellt man überraschend fest: Die vorhandenen Chancen, auch durch überbetriebliche, standortbezogene Kooperation und Management Energie, Ressourcen und Kosten einzusparen, werden in beiden Gebietsarten bislang kaum wahrgenommen.
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