Standortoptimierung

Nachhaltig produzieren in revitalisierten Gewerbegebieten

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Vereint in Unzufriedenheit über die Infrastruktur

Dabei sind energieeffiziente Produktionsprozesse, geschlossene Ressourcenkreisläufe, regenerative Energieversorgung, effiziente technische Gebäudeausrüstung für die Unternehmen kein Zauberwerk mehr. Die Übertragung dieser nachhaltigen Systeme auf den Standort und die sich daraus ergebenden überbetrieblichen Potenziale wurden bislang jedoch wenig untersucht und noch seltener genutzt, obwohl vermutlich der größte Teil der Wertschöpfung von Industrie und Gewerbe in Deutschland in unmittelbarer Nachbarschaft zu anderen innovativen Unternehmen entsteht.

Oft vereint die Unternehmen nur die Unzufriedenheit über die nicht mehr zeitgemäße Infrastruktur der alten Gewerbegebiete. Dezentrale Energieversorgung, effizientes Verkehrs-Management, Kooperationen, Einkaufsgemeinschaften, gemeinsames Abfallmanagement, Aufenthaltsqualität, Ressourcenmanagement – wenige Städte haben bislang die Initiative ergriffen und den Abbau der Hemmnisse für eine effiziente und effektive Standortnutzung in Angriff genommen.

Die bislang in bundesweit durchgeführten Modellprojekten erzielten Ergebnisse und Erkenntnisse für eine nachhaltige Gewerbeflächenentwicklung tragen jedoch Früchte: Städte werden aufmerksam, Wirtschaftsförderer werden initiativ und Unternehmen gründen Standortgemeinschaften oder Vereine, die die Verbesserung der Standortqualität und die Verbesserung der Strukturen für nachhaltiges Wirtschaften thematisieren. Schließlich bietet die einzigartige Agglomeration von Unternehmen in direkter räumlicher Nähe beste Voraussetzungen, um von Synergien zu profitieren und die Probleme des Standortes gemeinsam anzugehen.

Aufbau eines Standort-Wärmenetzes schafft dezentrale Versorgungslösungen

Kooperationsprojekte zwischen Unternehmen ermöglichen es, die alten Gebiete nachhaltig zu revitalisieren und den vielfältigen Anforderungen an modernes Wirtschaften anzupassen. Dachflächen, Biomasse, Fassaden, Abwärme und Wind eignen sich zur Energiegewinnung in gemeinsamen Anlagen; ein effizientes Energiemanagement verteilt Strom nach den Anforderungen der Betriebe; der Aufbau eines Standort-Wärmenetzes schafft dezentrale kostengünstige Versorgungslösungen; der Wasserverbrauch lässt sich durch ein gemeinsames Regenwassermanagement reduzieren; ökologische Gebäudesanierungen lassen sich kostengünstiger gemeinsam planen. Wenn Unternehmen zusammenarbeiten, kann der Energie- und Ressourcenverbrauch reduziert, CO2-Emissionen verringert und entscheidend zum Klimaschutz beigetragen werden. Doch nicht nur Kooperationsprojekte zur Senkung des Energie- und Ressourcenverbrauchs sind Teil einer umfassenden Revitalisierung.

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