Tangentialer Eckfräser

Neue Frässtrategie bringt 100 % Produktivitätssteigerung

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Kontinuierliche Prozessoptimierung auch beim Fräsen

Die Suche nach der optimalen Fertigungsmethode und dem geeignetsten Werkzeug gehört für die meisten Betriebsleiter und Fertigungsplaner zum „täglichen Brot“.

Für Fertigungsverantwortliche in der Zulieferindustrie ist die kontinuierliche Prozessoptimierung aber überlebenswichtig. Mit jedem neuen Angebot stellen sie sich dem gesamten Markt. So kann die Fertigungsmethode, die im vorigen Jahr den Auftrag sicherte, heute schon zu teuer sein.

„Wir sind stets auf der Suche nach dem günstigsten Fertigungsverfahren. Neue Strategien wie HSC-Fräsen, HPC-Fräsen oder Trochoidales Fräsen werden von uns beobachtet und auch dort, wo es Sinn macht, getestet“, erläutert Timo Kosiol (Fertigungsleiter Haberland) die Strategie.

Im Zuge dieses kontinuierlichen Optimierungsprozesses wurde Kosiol auch aufmerksam auf den neuen – besonders wirtschaftlichen – Eckfräser Goldmax8 von Ingersoll, und er kontaktierte Thomas Gottschalk (Ingersoll Technische Beratung und Verkauf) zur Planung einer Testbearbeitung.

Vorfräsen von Vierkantguss mit neuen Eckfräsern

Bei Lohnfertigern ist eine Serienfertigung eher die Ausnahme als die Regel. Die Firma Haberland Zerspanungstechnik GmbH hat jedoch einige Produkte, die in größeren Stückzahlen in Auftrag gegeben werden.

Ein vielfach gefertigtes Produkt für die Glasindustrie wird aus einem Vierkantgussstück (Material GG25 Strangguss) gefertigt. Die Gussstücke sind stark verzogen und haben Oberflächenspannungen. Um den Verzug und die Oberflächenspannung zu beseitigen, werden die Gussstücke von allen Seiten vorgefräst. Das Aufmaß ist bedingt durch den Verzug stark schwankend und beträgt 5–8 mm.

Dieses Werkstück wird in unterschiedlichen Längen in großen Stückzahlen bei Haberland bearbeitet und ist deshalb stets im Fokus der Produktionsleitung, um die beste Bearbeitungsstrategie zu implementieren. Bearbeitet wurde bisher mit Rundplattenwerkzeugen oder mit Hochvorschubfräsern.

Eine erste Testbearbeitung bei der Firma Haberland Zerspanungstechnik GmbH wurde von Kosiol und Gottschalk geplant und durchgeführt.

Fräswerkzeug bringt hohe Laufruhe

Schon die ersten Schnitte demonstrierten die erstaunliche Laufruhe des Werkzeuges. „Wir haben uns erstmal vergewissert, dass das Werkzeug auch im Schnitt war“, beschreibt Kosiol seine Beobachtung. Das Aufmaß von 5 bis 8 mm wurde in zwei Schnitten abgetragen.

Der gesamte Test war rundum überzeugend. Die stetige Suche von Kosiol nach der günstigsten Fertigung war durch den neuen Ingersoll Goldmax8-Eckfräser von Erfolg gekrönt. Für die Zukunft sind aber schon weitere Testbearbeitungen mit Ingersoll-Werkzeugen bei Haberland Zerspanungstechnik GmbH geplant. Nicht ohne Grund: Durch eine deutliche Zeiteinsparung bei der Bearbeitung ergab sich eine Produktivitätssteigerung von mehr als 100 %, wobei mit Schnittgeschwindigkeiten von weit über 200 m/min gearbeitet wurde. Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass die Hartmetallkosten bei dem neuen Werkzeug leicht höher lagen – dieser Aspekt ist jedoch durch die mehr als halbierte Bearbeitungszeit nicht wirklich kostenrelevant.

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