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Kupplung Neue Kupplungsbaureihe für Servoantriebe

Redakteur: Ute Drescher

Servoantriebe sind für Bewegungen mit hoher Präzision und Dynamik gemacht. Auch die Kupplungen müssen diesen hohen Anforderungen gerecht werden.

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Lamellenkupplungen der Baureihe SCL bieten eine präzise Drehmomentübertragung für Servoantriebe mit kleineren Drehmomenten.
Lamellenkupplungen der Baureihe SCL bieten eine präzise Drehmomentübertragung für Servoantriebe mit kleineren Drehmomenten.
(Bild: R+W)

Servoantriebe finden sich in vielen industriellen Anwendungen: Automatisierungsanlagen, Verpackungs- und Werkzeugmaschinen, Industrierobotern oder in der Automotivebranche. Wellenkupplungen für diese anspruchsvollen Anwendungen müssen entsprechend Massenträgheits-reduziert sein, einen universellen Verlagerungsausgleich bieten und mit einer hohen Präzision arbeiten. Für diese speziellen Aufgaben hat R+W die neue Kupplungsbaureihe SCL entwickelt, eine spielfreie Lamellenkupplung mit leichten Aluminiumklemmnaben, die für Drehmomente von 25 Nm bis 100 Nm ausgelegt ist.

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Die Servolamellenkupplung eignet sich für dynamische Antriebsaufgaben mit häufigem Starten und Stoppen sowie Reversierbetrieb, bei denen absolute Positioniergenauigkeit im Fokus steht. Ihre Naben bestehen aus Aluminium, woraus ein geringes Gewicht und ein niedriges Massenträgheitsmoment resultieren. Die Lamellen selbst sind aus hochfestem Edelstahl (Federstahl, wie bei allen Lamellenkupplungsbaureihen von R+W) und weisen eine hohe Leistungsdichte auf.

Zur Befestigung des Lamellenpakets werden hochfeste Schrauben eingesetzt, die das Drehmoment über Reibschluss übertragen – absolut spielfrei. So entstehen keine Mikrobewegungen in der Anbindung der Lamelle, was zu einer hohen Gesamtsteifigkeit führt. Die Welle-Nabe-Anbindung wird nur als kraftschlüssige Verbindung mit Klemmnabe, geteilter Klemmnabe und Konusklemmnaben angeboten.

Lagerschäden vorbeugen

Aufgrund der doppelkardanischen Ausführung gleicht das Lamellenpaket der Lamellenkupplung sowohl angularen als auch axialen Wellenversatz aus, darüber hinaus aber auch lateralen Wellenveratz. Geringe Rückstellkräfte bei allen drei Versatzarten verhindern eine starke Lagererwärmung. Daher bieten die Kupplungen den großen Vorteil, Lagerschäden vorzubeugen.

Gegenüber Balgkupplungen weist die Konstruktion der Lamellenkupplung zwei deutliche Vorteile auf. Zum einen kann sie durch ihre biegeelastischen Lamellen etwas mehr Wellenversatz ausgleichen. Zum anderen eignet sie sich durch ihren modularen Aufbau als Lagerware, sodass sie auch kurzfristig zur Verfügung steht. Das ist gerade im Störfall ein entscheidender Vorsprung.

Balg- versus Servolamellenkupplung

Die Metallbalgkupplung ist eine bewährte Verbindung für Anwendungen bei denen Präzision gefordert ist beispielsweise in hochdynamischen Servoachsen von Werkzeugmaschinen, Holzbearbeitungsmaschinen, Verpackungsmaschinen, Automatisierungsanlagen, Druckmaschinen, Blechbearbeitungsmaschinen oder Verzahnungsmaschinen. Dabei überträgt die kompakte Kupplung das Drehmoment absolut spielfrei und kann axiale, laterale und angulare Wellenverlagerungen ausgleichen – aber nur in einem bestimmten Rahmen.

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