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Normung

Normen in der Fluidtechnik

| Autor/ Redakteur: Ulrich W. Schamari / Stefanie Michel

Wer für den globalen Markt Maschinen und Anlagen produziert, muss trotz der Forderung nach weltweiten Standards unterschiedliche Normen berücksichtigen. Der Infotag „Fluidtechnik - Technik und Normung“ im Februar 2019 beim VDMA gab einen Überblick.

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Der Fachverband Fluidtechnik des VDMA engagiert sich in Normungsgremien im In- und Ausland, um seinen Mitgliedern auf dem globalen Markt Unterstützung zu bieten.
Der Fachverband Fluidtechnik des VDMA engagiert sich in Normungsgremien im In- und Ausland, um seinen Mitgliedern auf dem globalen Markt Unterstützung zu bieten.
(Bild: ©ilyaplatonov - stock.adobe.com)
  • Um bei Entwicklungen wie Maschinensicherheit oder Industrie 4.0 auf dem weltweiten Markt auch weiterhin mithalten zu können, sind internationale Standards nötig.
  • In der Fluidtechnik unterstützt der VDMA seine Mitglieder, indem der Fachbereich in zahlreichen Normungsprojekten tätig ist.
  • Trotz der angestrebten internationalen Standards haben auch Länder wie die USA oder China noch individuelle technische Lizenzen, Zertifizierungen und Normen.

Dass sich die die Welt rund um die Technik rasant verändert, war der Grundgedanke, mit dem Ferdinand Rein von der SMC Deutschland GmbH, Obmann des zuständigen VDMA-Fachbereichsbeirats, den Infotag Fluidtechnik in Frankfurt eröffnete. „Dies sehen wir insbesondere an den Themen der Maschinensicherheit, Energieeffizienz und Industrie 4.0 mit der einhergehenden Digitalisierung“, stellte er fest. Die technische Entwicklung fordere den deutschen Maschinen- und Anlagenbau im globalen Wettbewerb stets aufs Neue. Dieser Trend werde sich unaufhaltsam fortsetzen, sei aber nur beherrschbar, wenn man sich auf weltweite Standards einige.

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Hinsichtlich der Fluidtechnik unterstütze der VDMA dies intensiv durch die Normungsaktivitäten seines entsprechenden Fachbereichs. Hier seien in den letzten zwei Jahren zahlreiche Normungsprojekte bearbeitet worden. Dabei hätten 52 Industrieexperten aus Hydraulik, Pneumatik und Entwicklungstechnik in den Projekten ihren Beitrag geleistet. Ihre Mitarbeit habe sich auf 23 DIN-Normgremien und 39 ISO-Gremien erstreckt. Behandelt worden seien mehr als 300 fluidtechnikrelevante DIN- und ISO-Normen. Derzeit liefen 36 Normungsprojekte.

Mehr Informationen zum Infotag „Fluidtechnik - Technik und Normung“ 2019

Nationale und internationale Standardisierung nötig

Insbesondere angesichts der Entwicklung hin zur Industrie 4.0 ist die nationale und internationale Standardisierung dringend erforderlich. Was das für die Fluidtechnik bedeutet, erläuterte Christian Geis vom zuständigen VDMA-Fachbereich: „Wir sehen, dass alles vernetzt ist und die Funktionen im ganzen Systemnetzwerk verteilt sind.“ Alles sei flexibel und es werde über Hierarchieebenen hinweg kommuniziert und interagiert. Das Produkt wie auch die Fabrik seien nun „smart“ und man befinde sich in einer vernetzten Welt, wodurch das System oftmals als kompliziert empfunden werde. Das Produkt sei nicht mehr das Ergebnis eines Prozesses oder eines Netzwerks, sondern Teil eines Netzwerks.

Im „Internet der Dinge“, wie Industrie 4.0 auch bezeichnet werde, kommunizierten die Komponenten von Produktionssystemen und Subsystemen, wobei die größten und wichtigsten die Maschinen seien. Man spreche deshalb auch von einer Machine-to-Machine-Communication. Damit diese funktioniert, müssten sich alle Partner in einem Netzwerk verstehen können, was eine Standardisierung des Datenaustauschs bedeute. So wurde für die Fluidtechnik eine eigene Reihe von ISO-Normen entwickelt, die auf nationaler wie internationaler Ebene ein standardisiertes Vokabular und eine standardisierte Syntax verwenden.

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