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Brandschutz

Optimierte Brandschutzorganisation kann Schaden erheblich begrenzen

| Autor/ Redakteur: Armin Haase / Bernhard Kuttkat

Die Erfahrungen zeigen, dass letztlich das menschliche Verhalten im Brandfall über Eintritt, Auswirkung und Ausmaß eines Brandes entscheidet. Durch richtiges Verhalten der Beteiligten und durch eine optimierte Brandschutzorganisation können die Auswirkungen jedoch erheblich begrenzt werden. Unterschiedliche Gefährdungsklassen beeinflussen die Versicherungsprämie.

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Feuergefährliche Arbeiten im Betrieb sind alle Heißarbeiten im Zusammenhang mit Reparatur-, Montage- und Demontagearbeiten wie Schweiß-, Schneid- oder Lötarbeiten. Bild: Axa
Feuergefährliche Arbeiten im Betrieb sind alle Heißarbeiten im Zusammenhang mit Reparatur-, Montage- und Demontagearbeiten wie Schweiß-, Schneid- oder Lötarbeiten. Bild: Axa
( Archiv: Vogel Business Media )

Die betriebliche Brandschutzorganisation liegt per Gesetz in der Hand der Unternehmensführung und soll die Motivation der Mitarbeiter fördern, sich aktiv an der Brandverhütung zu beteiligen. Um dies zu vereinfachen, müssen die Brandschutzregelungen in die betrieblichen Abläufe integriert werden.

Als Hauptursachen für Brände gelten außer Elektrizität auch der unsachgemäße Umgang mit Arbeitsgeräten, brennbaren Stoffen und technischen Einrichtungen, mangelnde Aufklärung der Beschäftigten über die Risiken eines Brandes und auch mangelndes Gefahrenbewusstsein beim Umgang mit gefährlichen Stoffen.

Bildergalerie

Der organisatorische Brandschutz (Bild 1 – siehe Bildergalerie) kann in vielen Fällen das Schlimmste verhindern, indem er die Gefahr einer Brandentstehung minimiert, die frühzeitige Brandmeldung und -bekämpfung sicherstellt und die Rettung gefährdeter Personen möglich macht.

Darüber hinaus muss versucht werden, Brände auf einen möglichst kleinen Raum zu begrenzen sowie Folgeschäden und mögliche Betriebsunterbrechungszeiten so gering wie möglich zu halten. Erst das Zusammenspiel aller Maßnahmen trägt zur Risikominimierung bei.

Werden Bestimmungen nicht eingehalten, droht Geldbuße

Die Rahmenbedingungen werden dabei durch bauordnungsrechtliche Bestimmungen, den Arbeits- und Umweltschutz sowie durch ein betriebsspezifisches Risikomanagement gegeben, weil Brandschäden die Arbeitssicherheit, die Umwelt sowie die Unternehmensexistenz erheblich gefährden können. Verantwortliche, die die vom Gesetzgeber vorgegebenen Bestimmungen nicht einhalten, können bei Brandschäden wegen einer Ordnungswidrigkeit mit einer Geldbuße von bis zu 50 000 Euro belangt werden.

Kommt es zu Personenschäden, droht auch eine strafrechtliche Verfolgung. Auch der Versicherer verpflichtet seine Kunden zur Einhaltung aller gesetzlichen, behördlichen oder im Feuerversicherungsvertrag vereinbarten Sicherheitsvorschriften.

Brandrisiko beeinflusst die Versicherungsprämie

Das Brandrisiko, das ein Versicherer bewertet und das auch Grundlage für die Ermittlung der Versicherungsprämie ist, ergibt sich aus der Brandgefahr – der Wahrscheinlichkeit, dass ein Schaden eintritt – sowie der Höhe des möglichen Schadens. Durch gezielte Brandschutzmaßnahmen kann das Brandrisiko reduziert, die Versicherbarkeit und damit auch die Prämie positiv verändert werden.

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