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Optimierte Rundtaktmaschine für präzise Rückseitenbearbeitung

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Letztere besitzen vier, am Umfang mit zunehmendem Vorschubmaß axial leicht versetzte Schneiden. Sie werden in axialer Richtung über das Werkstück geschoben und bearbeiten Rund- und Profilmaterial mit schnellem Vorschub in einem einzigen Arbeitsgang. Zu den vielen nutzbaren Werkzeugvarianten gehören auch Mehrkantdrehköpfe (MKDK), die es erlauben, vierkantige oder sechskantige Werkstücke oder Teile mit anderen Konturen mittels Drehbearbeitung herzustellen.

Gewindeschneiden ohne Leitpatronen auf Rundtaktmaschine

Planschieberköpfe wiederum sind unter anderem für die Fertigung exzentrischer Außen- und Inneneinstiche zu verwenden. Zum Gewindeschneiden sind auf dieser Maschine keine Leitpatronen mehr erforderlich. Stattdessen interpoliert die Steuerung den Spindelantrieb der C1-Achse mit der Z-Achse.

Für die Wahl der optimalen Bearbeitungsgeschwindigkeit sind die variablen Drehzahlen des zweistufigen Zahnriemengetriebes über die Steuerungssoftware anwählbar. Die NC-Steuerung bietet alle Möglichkeiten, die Flexibilität der Maschine vollständig zu nutzen, und erlaubt gegebenenfalls auch eine schnelle Fehlerdiagnose. Eine besondere Funktion erfüllen die Wendeköpfe (Bild 5), mit denen das Werkstück für die Rückseitenbearbeitung neu positioniert wird.

Das Wenden war bisher immer dann mit Unsicherheiten verbunden, wenn nach der Entnahme des Werkstücks ein Span oder ein anderer Fremdkörper in die Aufnahme gelangte. Das Werkstück schlug dann nicht mehr an der rückwärtigen Referenzfläche der Aufnahme an, sondern an diesem Fremdkörper. Dementsprechend wichen die Maße in axialer Richtung vom Soll ab und das Werkstück musste als Ausschuss deklariert werden.

Prozesssicheres Werkstückwenden macht Rückseitenbearbeitung möglich

Die verbesserte Maschine gewährleistet ein prozesssicheres Wenden des Bauteils, indem die Einschubstange die axiale Lage des Werkstücks erst vor der Entnahme misst und diesen Wert in der Steuerung hinterlegt. Nach dem Wenden misst die Einschubstange die axiale Lage des Werkstücks abermals. Stimmen die beiden Messwerte nicht überein, wird das fragliche Werkstück über die Steuerung automatisch ausgeschleust.

Die Steuerung überwacht die Bewegungen der Einschubstange, den Vorschub auf der Z-Achse, die Wendebewegung und die Endlage der Klemmbewegung. Außerdem sorgt sie für die Interpolation der Achsen. Durch das Kranhakenprinzip erhöht die Maschine die Flexibilität im Fertigungsbereich.

Die komplette Anlage mit Elektroschrank, Medienzuführung und -absaugung, Bedienkonsole und Bedienpodest ist auf einem massiven Rahmen montiert. Sie kann daher als Einheit am Kranhaken aufgenommen, an einen anderen Ort transportiert und fast sofort wieder genutzt werden. Produktionsabläufe lassen sich damit wesentlich schneller ändern. Insgesamt erreicht die Maschine ein ausgezeichnetes Kosten-Nutzen-Verhältnis und bietet dem Anwender eine hohe Investitionssicherheit.

* Uwe Krause ist geschäftsführender Gesellschafter und Head of Sales & Services bei der Pfiffner Group

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