Palettenpepp Palletspider bringt Highspeed ins Palettenentladen

Redakteur: Peter Königsreuther

Wem die Zeit beim Palettenhandling per Ameise bisher zu lang gedauert hat, der sollte sich den Paletspider von Kastner anschauen – auch 8-Minuten-Logistiker genannt.

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Schneller aufgegabelt! Hier blickt man auf die sechs Gabeln des Palettenadapters Palletspider. Was das System kann, das Sven Kastner von der Spedition Friedrich Kastner ersonnen und verwirklicht hat, erfahren Sie im nebenstehenden Beitrag.
Schneller aufgegabelt! Hier blickt man auf die sechs Gabeln des Palettenadapters Palletspider. Was das System kann, das Sven Kastner von der Spedition Friedrich Kastner ersonnen und verwirklicht hat, erfahren Sie im nebenstehenden Beitrag.
(Bild: Spedition Friedrich Kastner)

Der Palletspider, ein Novum für einen beschleunigten Entladeprozess im Speditionswesen, wurde von Sven Kastner von der Spedition Friedrich Kastner entwickelt. Der Palletspider wird als innovativer Palettenadapter bezeichnet, der an jede Elektroameise respektive jeden Schnellläufer passe. Die Logistikbranche in Deutschland, einer der größten Wirtschaftsbereiche und ein überproportional wachsender Sektor, dürfte die Erfindung freuen, ist sich Kastner sicher.

Palettenhandling mit drei Spareffekten

Die Idee für den Palletspider kam, wie es heißt, aus den Erfahrungen mit täglichen Prozessen beim Be- und Entladen, die dem Erfinder einfach zu lange dauerten. Um das Ganze zu beschleunigen, überlegte sich Kastner, wie man nicht eine sondern drei gleichgroße Paletten in Standardgröße entladen könnte. Der Gestaltungsprozess zog sich von der Idee über einen Prototyp aus Polystyrol, der schon sechs Gabeln anstatt der üblichen zwei trug.

Drei Paletten gleichzeitig! Mit dem Palletspider 2.0 soll sich ein Trailer in kürzester Zeit mit nur einem Mitarbeiter nebst Elektroameise oder Schnellläufer entladen lassen.
Drei Paletten gleichzeitig! Mit dem Palletspider 2.0 soll sich ein Trailer in kürzester Zeit mit nur einem Mitarbeiter nebst Elektroameise oder Schnellläufer entladen lassen.
(Bild: Spedition Friedrich Kastner)

Die Umsetzung in einen Metallprototyp benötigte zwar Monate und dann noch drei weitere Monate für Tests bis das Ergebnis der „Ur-Palletspider“ stand, aber es habe sich gelohnt:

  • Die Entladezeit verkürzt sich damit um rund zwei Drittel;
  • Der Transportweg beträgt auch nur noch rund 30 Prozent;
  • Die Energiekosten sinken entsprechend.

Auch analoge Entwicklungen erreichen viel

Die sechs Gabeln des Adapters und die beiden Gabeln der Elektroameise kombinieren sich damit zum Palletspider, erklärt das Unternehmen. Natürlich besitze der Palletspider die CE-Zulassung und ein TÜV-Zertifikat, wie Kastner anmerkt. Aufgrund der langjährigen Erfahrung im elterlichen Unternehmen gelang es Ihm mit viel Unterstützung seiner Eltern, die Vision zu verwirklichen, welche die Logistikbranche verändern werde, einen Mehrwert biete und auch noch Ressourcen und Umwelt schone.

Nicht zuletzt hat das Unternehmen damit bewiesen, dass man auch in diesem Segment für Innovationen sorgen kann, die nicht den digitalen Trend betreffen, den Logistikern und Unternehmen aber dennoch einen beschleunigten Palettenumschlag bescheren.

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