Das hält was aus! Edelstahl Rostfrei engagiert sich in der Papierindustrie

Quelle: Edelstahl Rostfrei / U. Herrling-Tusch 5 min Lesedauer

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Mit modernen Anlagen, die bis zu 150 Meter lang und zehn Meter breit sind sowie mit Laufgeschwindigkeiten von 2.000 Metern pro Minute arbeiten, begegnet die Papierindustrie den Herausforderungen der Zeit ...

Edelstahl ist ein in der Papierindustrie gern genutzter Werkstoff, weil ihm so manche Unbilden in den Fabriken für Pappe, Papier & Co. wenig ausmachen. Hier ein Bericht dazu, warum Edelstahl dafür prädestiniert ist ...(Bild:  WZV / Voith)
Edelstahl ist ein in der Papierindustrie gern genutzter Werkstoff, weil ihm so manche Unbilden in den Fabriken für Pappe, Papier & Co. wenig ausmachen. Hier ein Bericht dazu, warum Edelstahl dafür prädestiniert ist ...
(Bild: WZV / Voith)

Fast jede zweite Verpackung in Deutschland ist aus Papier oder Pappe. Rund 3.000 unterschiedliche Sorten gibt es allein in Deutschland. Das Spektrum reicht von Aquarellpapier über Banknoten, Butterbrot- und Hygienepapier, von Faltschachteln und Kartons bis hin zu Küchentüchern, Toiletten-, Seiden- oder Wachspapier, Wellpappe, Zeitungs- und Zigarettenpapier. Im Jahr 2025 produzierte die deutsche Papier- und Zellstoffindustrie 18,7 Millionen Tonnen Papier, Karton und Pappe. Damit verzeichnete sie jedoch erneut rückläufige Produktionszahlen, denn die Gesamtproduktion sank gegenüber dem Vorjahr um 2,5 Prozent. Positiv entwickelte sich lediglich die Produktion von Verpackungspapieren (1,8 Prozent mehr) sowie von technischen und Spezialpapieren (plus 1,3 Prozent). Die Produktion grafischer Papiere hingegen sank aber um 16,7 Prozent und Hygienepapiere verzeichneten ein Minus von 2,8 Prozent. Deshalb setzt man auf die oben bereits beschriebenen Hightech-Anlagen. Dabei spielt auch Edelstahl eine wichtige Rolle, denn in den feuchten, chemisch aggressiven und relativ heißen Prozessen empfehlen sich Edelstahllegierungen.

Die Papierindustrie hat viel zu tun

Bei Verpackungen geht ohne Papier als Basis für Pappe und Karton allerdings wenig. Karton besteht bekanntlich aus mehreren zusammengepressten Papierlagen. Für fettige oder feuchte Lebensmittel wie Torten oder Snacks ist Chromokarton die richtige Wahl. Er zeichnet sich durch eine glatte Vorderseite und eine raue Rückseite aus. Pappe wiederum besteht aus mehreren Lagen aufeinandergepresster und verklebter Papierfaservliese aus Holzstoff, Zellstoff oder Altpapier. Daraus entstehen beispielsweise die allgegenwärtigen „Coffee to go“-Becher. Häufig werden Lebensmittelverpackungen aus Karton oder Pappe auch noch zusätzlich beschichtet oder bedruckt. Unabhängig von ihrer Ausführung müssen sie auch noch luftdurchlässig, geschmacks- und/oder geruchsneutral sein. Darüber hinaus müssen sie im Herstellungsprozess die Lebensmittelkontakt-Sicherheit nach den Grundsätzen der Guten Herstellungspraxis (GMP) gewährleisten und mit allen relevanten Verbraucherinformationen gekennzeichnet werden. Die Papierherstellung an sich ist außerdem ein recht komplexer sowie sehr energie- und ressourcenintensiver Prozess. Heißer Dampf zur Trocknung und Veredelung der Papierbahnen sowie Wasser als Suspensions- und Transportmedium für Fasern und Füllstoffe sind dabei unverzichtbar. Durch moderne Produktionsverfahren mit mehrfacher Verwendung und effizienter Abwasserbehandlung konnte die Industrie den Wasserverbrauch aber schon erheblich senken. Effizientere Antriebe, Wärmerückgewinnung, Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), neue Trocknungstechnologien sowie die Umstellung auf alternative Energien tragen heute auch noch dazu bei, den Energiebedarf bei der Papierherstellung immer weiter zu reduzieren.

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